Schweizer Sport
Mit dem Sieg in Büren geht es weiter ans Schwingfest Burgdorf

36 Nachwuchsschwinger und 35 Aktive boten vor 250 Zuschauern besten Schwingsport. Stucki vom Schwingklub Unteres Seeland siegte am traditionellen Hallenschwinget in Büren an der Aare.

Carla Stampfli
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Christian Stucki (m.) feiert den Sieg am Hallenschwinget in Büren.Bieri

Christian Stucki (m.) feiert den Sieg am Hallenschwinget in Büren.Bieri

Die Aktiven des Schwingklubs Unteres Seeland wurden angeführt von Christian Stucki, der in allen sechs Gängen zeigte, dass er in diesem wichtigen Schwingjahr bereits in guter Form ist: Ganze vier Mal liess er sich die höchste Punktzahl auf sein Notenblatt schreiben. Ein vielversprechender Start in Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf. Ebenso nach Büren kamen alle Seeländer Aktiven, die Berner Schwingklubs, der Gastklub Sense aus Fribourg sowie der Schwingklub Rothenburg – der Freundschaftsklub des Unteren Seelandes.

Junge Schwinger sind motiviert

Auf den 25 Kubikmeter Sägemehl kämpften auch die Nachwuchsschwinger der Jahrgänge 1997 bis 1999. «Für Jungschwinger ist es wichtig, dass sie untereinander schwingen und siegen können. Das gibt Motivation, um weiterzumachen», sagte der Ehrenpräsident des Schwingklubs, Christian Wyss. So standen sich im Schlussgang Thomas Inniger aus Adelboden und Arian Krasniqi aus Lengnau gegenüber: In knapp sieben Minuten bezwang Inniger den Seeländer Krasniqi und holte sich mit fünf gewonnenen Gängen und einem verlorenen,den Sieg bei den Nachwuchsschwingern.

Zufrieden zeigten sich die Organisatoren des 26. Hallenschwingets: «Das Schöne hier ist, dass die Zuschauer direkt auf Schwingerhöhe sitzen, nach dem Schlussgang auch hinauf in die Bar zu den Schwingern dürfen und gemeinsam die gute Stimmung geniessen können», erklärte Res Bigler, Pressechef des Schwingklubs Unteres Seeland.

Nur 1 Minute und 40 Sekunden

Bei den Aktiven trafen im Schlussgang Christian Stucki und Philipp Roth aufeinander – und das nicht zum ersten Mal: Schon im zweiten Gang kämpften die beiden im Sägemehl gegeneinander. Und gleich wie beim zweiten behielt der Lysser auch im Schlussgang die Oberhand. Nach einer Minute und 40 Sekunden bezwang er mit Gammen den jungen Biberister: «Obwohl es ein kurzer Kampf war, einfach ist es nie», erklärte der 28-jährige. Nun werde er intensiv trainieren, neun bis zehn Kranzfeste und einige Hallenschwingen bestreiten und schauen, dass er gesund nach Burgdorf kommt.

Mit einem Einsatz beim Eidgenössischen liebäugelt auch Roth vom Schwingklub Aarberg: «Es wird sicher nicht einfach werden. Ich muss einfach gut trainieren», sagte er nach dem Schlussgang. Mit dem Resultat zeigte sich der 18-Jährige zufrieden, als «speziell» bezeichnete er die beiden Gänge gegen Stucki. Sein nächster Einsatz wird am 10. März in Oberdiessbach sein. Falls er an weiteren Anlässen erfolgreich schwingt, könnte er am Eidgenössischen im Sägemehl schon wieder auf Stucki treffen.