Es sind die letzten Schweizer Meisterschaften der Junioren, die Mischa Lanz (N3, 34) bestreiten kann. Danach ist seine Juniorenkarriere zu Ende. Eine Karriere, in der er grosse Erfolge feiern konnte. Unter anderem auch zwei Junioren Schweizer Meistertitel. Seit diesen beiden Siegen sind allerdings schon sechs Jahre vergangen. Nun will der 18-jährige Hägendorfer zum Abschluss seiner Juniorenlaufbahn noch einmal einen Titel
gewinnen. Dies nachdem er im Januar bei der Hallen-Ausgabe der nationalen Titelkämpfe nur ganz knapp gescheitert war. Damals musste er sich mit Silber begnügen.

«Mein Ziel ist es, das Turnier zu gewinnen. Ich habe gut trainiert und mich gut vorbereitet auf die Schweizer Meisterschaften», so Lanz. Und obwohl auch die Form stimmt – der Hägendorfer hat zuletzt einige wichtige Siege auf der internationalen Juniorentour feiern können – ist der Titel an den Schweizer Junioren Meisterschaften keineswegs ein Selbstläufer. Lanz ist zwar die Turniernummer zwei, doch das alleine reicht noch längst nicht zum Titel, denn die Konkurrenz ist stark.

Bekannte Konkurrenz

Sein härtester Widersacher dürfte Henry von der Schulenburg (N2, 27) sein, der zu Beginn dieser Woche noch beim Juniorenturnier von Wimbledon im Einsatz gestanden hatte. Ebenfalls zum Favoritenkreis zählen Yannik Steinegger N3, 39), Luca Stähli (N3, 46) und Jonas Schär (N3, 57) – alles Spieler, die Lanz bestens kennt. «Es ist natürlich ein Vorteil, dass ich sie sehr gut kenne und genau weiss, wie ich gegen sie spielen will. Aber umgekehrt wissen sie natürlich auch, was meine Stärken sind. Ich versuche daher einfach, mich auf mein Spiel zu konzentrieren. Ich will Punkt für Punkt Vollgas geben und die Offensive suchen», gibt Lanz die Marschroute vor. Heute wird er nach einem Freilos seine Auftaktpartie gegen den Qualifikanten Ilias Zimmermann (R1) bestreiten.

Ebenfalls am Mittwoch wird Nicolas Ulrich (R3) aus Kappel ins Turniergeschehen eingreifen. Der junge Solothurner figuriert nämlich genau wie Lanz in der Setzliste. Er ist die Turniernummer drei in der Altersklasse U12 und gehört damit ebenfalls zu den Medaillenkandidaten. Gemäss Papierform würde er erst im Halbfinal auf einen besser klassierten Gegner treffen.

Sechs Einsätze, sechs Siege

Bereits zum Einsatz gekommen sind die sechs weiteren Solothurner Nachwuchscracks, die an den nationalen Titelkämpfen dabei sind. Gleich vier Spielerinnen sind in der Kategorie U14 im Einsatz. Es sind dies Anina Lanz (R2, Hägendorf), Chérine Amiet (R2, Selzach), Mattira Ferrarini (R2, Balsthal) und Aengi Kuoni (R2, Härkingen), die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld spielen konnte. Erfreulicherweise hat dieses Quartett seinen ersten Auftritt siegreich gestaltet und sich für die zweite Runde von heute qualifizieren können.

Ebenfalls gewonnen hat Arberie Berisha (R2, Bützberg), die sich durch die Qualifikation der U18-Konkurrenz gespielt hat. Sie schlug in der ersten Runde die Lucky Loserin Alina Hoffmann (R2) in drei Sätzen. Und auch Nicolas Kobelt (R2, Olten) hat gewonnen. Er schlug zum Auftakt in der Kategorie U14 Remo Stornetta (R2) mit 6:3, 6:0.