In der Gruppenphase verlief alles nach Plan. Im ersten Spiel gegen Valladolid rechneten sich die Laupersdörfer nur wenig Chancen auf Punkte aus. Viel mehr wollten sie sich an das kleine Spielfeld gewöhnen und sich untereinander einspielen. Denn gemeinsame Trainings gab es vorher mit dieser Mannschaft, bestehend aus Spielern der 1. und 2. Mannschaft sowie der Junioren, keines. Trotzdem konnte der HCL gegen die technisch starken Spanier gut mithalten. Das Resultat fiel mit 1:6 gegenüber dem Spielverlauf zu deutlich aus. 

Durch Strafen ausgebremst

Ähnlich erging es den Laupersdörfern gegen die anderen starken Gruppengegner. Nach klarem Rückstand gegen Garges kamen sie nochmals bis auf 2:3 heran, verloren aber gegen den späteren Finalisten mit 3:6. Fünf der sechs Gegentore kassierten die Thaler in Unterzahl. Gleich sah es gegen Mailand aus. Viele Strafen und drei Powerplay-Tore brachen den Laupersdörfern das Genick, selber gelang kein einziges Tor. So mussten sie sich gegen die Italiener mit 0:4 geschlagen geben.

Pflichtsiege gegen Charleroi und Mannheim

Dank einem problemlosen 5:1-Sieg gegen Charleroi (Belgien) und einem erknorzten 7:5 gegen Mannheim platzierte sich der HCL mit den budgetierten sechs Punkten auf dem 4. Gruppenrang. Jeweils die beiden Ersten der Gruppe spielten danach im Playoffmodus um den Europacup-Titel, die 3.- und 4.-Platzierten um den sogenannten President Cup. Dort bekam es der HCL etwas überraschend mit Rubi zu tun. Die Spanier hatten sich als Europacup-Sieger von 2010 sicher mehr erhofft und auch gegen Laupersdorf schienen sie schlagbar. Allerdings fielen trotz hochkarätigen Chancen lange keine Tore in diesem intensiven Duell. Erst in der 2. Halbzeit fand die Scheibe ein erstes Mal den Weg in den Kasten, die Spanier konnten als Erste jubeln. Der Bann schien gebrochen und nun alles für die Katalanen zu laufen. Sie doppelten gleich nach und konnten wenig später in Überzahl gar auf 3:0 erhöhen. Laupersdorf auf der anderen Seite blieb im Abschluss zwar gefährlich aber glück- und erfolglos. Rubi verteidigte geschickt und brachte den Vorsprung über die Zeit. So wurde eine gute Leistung der Laupersdörfer einmal mehr nicht belohnt.

Glücklos im Abschluss

Im Bronze-Spiel traf Laupersdorf wieder auf Valladolid. Der HCL, inzwischen eingespielt, glaubte aber an seine Chance, den 2-fachen Europacup-Sieger schlagen zu können. Lange sah es gut aus und für einmal konnten die Thaler sogar in Führung gehen. Trotzdem lagen sie zur Pause mit 2:4 zurück und auch in der 2. Hälfte verpassten sie mehrfach einen weiteren Torerfolg knapp. Besser machten es die Spanier und erzielten zwei weitere Treffer zum Schlussresultat von 2:6. Die Laupersdörfer kämpften bis zum Umfallen, für eine Reaktion fehlte aber dann doch die Kraft.

Linth schaffte den Coup

So blieb den Laupersdörfern auch die Bronze-Medaille des President Cups verwehrt. Zwar hatte man das Minimalziel erreicht. Es gelang Ihnen aber nicht, das Wettkampfglück zu erzwingen und mit einem Effort im richtigen Moment für einen wirklichen Erfolg zu sorgen. Die Überraschung gelang dem Schweizer Cupsieger Linth. Die St. Galler gewannen den President Cup dank einem 3:2-Sieg gegen Rubi. Die European League gewann Gastgeber Rethel im französischen Duell gegen Garges.

Resultate

HCL - Valladolid 1:6. HCL - Charleroi 5:1. Garges - HCL 6:3. HCL - Mannheim 7:5. Milano - HCL 4:0.

Tabelle Gruppe B

1. Garges* 5/13. 2. Milano* 5/12. 3. Valladolid+ 5/11. 4. HC Laupersdorf+ 5/6. 5. Mannheim 5/3. 6. Charleroi 5/0. * European League Finals. + President Cup Finals.

President Cup

Rubi - HCL (Halbfinal) 3:0. Valladolid - HCL (Spiel um Platz 3) 6:2.

Aufstellung HC Laupersdorf

Bruno Gautschi, René Heiniger; Roger Ackermann, Dominik Brack, Adrian Gerber, Lukas Scherrer; Michael Gerber, Lukas Mettler, Boris Schwarzenbach, Andi Zehnder; Matthias Goetschi, Joel Kunz, Pascal Bongni.