Kanu

Mike Kurt macht Jagd auf einen Olympiaplatz

Mike Kurt Zweiter beim Weltcup-Slalom in La Seu d\'Urgell

Mike Kurt Zweiter beim Weltcup-Slalom in La Seu d\'Urgell

Mike Kurt will an den Weltmeisterschaften der Slalom-Kanuten in Bratislava die grösste Hürde auf dem Weg an seine dritten Olympischen Spiele nehmen. Für eine Olympia-Teilnahme muss er mindestens 15. werden.

Letztes Jahr war Mike Kurt im Gesamtweltcup Zweiter geworden und als einer der Favoriten an die WM gereist. Statt bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzureden, verfehlte der in Solothurn wohnhafte Wiedlisbacher schon in der Qualifikation ein Tor. Ein ähnliches Malheur hätte in Bratislava weitreichende Konsequenzen. Verpasst er diese Woche den angestrebten Quotenplatz für die Sommerspiele 2012 in London, muss Kurt im Mai in Augsburg um eines von dannzumal nur noch zwei verfügbaren Olympia-Tickets kämpfen.

Nicht auf dem Vorjahresniveau

Im Weltcup konnte Kurt heuer aus gesundheitlichen Gründen bei weitem nicht an die Vorjahresleistungen anknüpfen. Er paddelt in den Wettkämpfen wegen einer entzündeten Schulter unter Schmerzmitteln. Die Überbelastung zwingt Kurt zu täglicher Physiotherapie, wiederholt musste er mit dem Training aussetzen. Mittlerweile hat Kurt das Problem aber weitgehend im Griff und die Formkurve zeigt stetig aufwärts. «Ein Quotenplatz ist mein Hauptziel, danach ist alles offen», sagt Kurt zu seinen WM-Erwartungen. Die Qualifikation steht am Donnerstag auf dem Programm, am Freitag werden aus 40 Halbfinalisten die zehn Teilnehmer des Finals am Sonntag ermittelt.

Keine ernsthaften Konkurrenten

Dass Kurt den Quotenplatz wie vor Peking 2008 und vor Athen 2004 schon im ersten Anlauf ergattert, wäre auch deshalb wichtig, weil er so die Schulterprobleme in Ruhe auskurieren und dann die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele ausrichten könnte. Ernsthafte Konkurrenz aus dem eigenen Lager, die ihm den Startplatz streitig machen könnte, hat Kurt keine zu befürchten. Neben Kurt wird nur sonst nur noch Elise Chabbey als einzige Schweizerin zugegen sein. Die erst 18-jährige Genferin tritt im olympischen Kajak-Einer an. Die Schweizer Meisterin hat ihr Talent mit Rang 8 an der letztjährigen Juniorinnen-EM unter Beweis gestellt. (dme)

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