SV Wiler-Ersigen
«Natürlich ist das Ziel der Meistertitel»

SV Wiler-Ersigen Topskorer Michal Dudovic spricht vor dem Start der Master Round über das zwischenzeitliche Formtief, seine persönlichen Ambitionen und wie er die Chance auf den Gewinn der Meisterschaft einschätzt.

Nicolas Blust
Drucken
Teilen
Wiler-Ersigen Topskorer Michal Dudovic visiert mit seinem Team den Gewinn der Meisterschaft an.

Wiler-Ersigen Topskorer Michal Dudovic visiert mit seinem Team den Gewinn der Meisterschaft an.

«Solothurner Zeitung»

Kaum ein Spieler ist seit Wiederbeginn der Qualifikation so gut in Form wie Michal Dudovic. In den letzten beiden Qualifikationsspielen erzielte der 22-jährige Angreifer vom SV Wiler-Ersigen jeweils einen Hattrick. Mit seinen 14 Toren und sieben Assists in elf Spielen ist Dudovic interner Topskorer beim SV Wiler-Ersigen vor dem Finnen-Duo Pylsy und Savonen.

Für den Slowaken sind diese Zahlen aber kein Grund, in einen Freudentaumel zu verfallen. Er gebe immer sein Bestes, momentan habe er einfach das Glück, dass die Abschlüsse auch den Weg ins gegnerische Tor finden. «Ich probiere immer, mein Bestes zu geben. Manchmal funktioniert es besser mit dem Toreschiessen und manchmal weniger gut», sagt Dudovic bescheiden.

Trotzdem ist der 22-Jährige in der Offensive des SV Wiler-Ersigen momentan die Lebensversicherung. Seit dem Restart der Meisterschaft Anfang Januar läuft es für den SVWE nämlich noch nicht rund. Nachdem man vergangenen Herbst bis zum Meisterschaftsunterbruch alle Spiele gewonnen hatte und souverän auf dem ersten Tabellenplatz stand, verlor man drei der ersten vier Spiele nach dem Restart. Hauptgrund für das zwischenzeitliche Formtief war vor allem die mangelnde Effizienz in der Offensive.

Michal Dudovic (2.v.l.) in Aktion gegen AD Astra Sarnen.

Michal Dudovic (2.v.l.) in Aktion gegen AD Astra Sarnen.

«Luzerner Zeitung»

Offensive findet rechtzeitig zu alter Stärke zurück

Mittlerweile konnte die Offensivschwäche aber einigermassen behoben werden. Ein Grund für den wiedererstarkten Angriff sind die starken Leistungen und die Tore von Michal Dudovic. «Wir hatten zum Jahresbeginn Mühe, vorne etwas zu kreieren», sagt dieser über die Abschlussschwäche. Seit die Stürmer wieder regelmässig treffen, hat sich das Team von Trainer Thomas Berger aber wieder gefangen. In den beiden letzten Spielen der verkürzten Qualifikation fuhr der SVWE noch einmal zwei Vollerfolge ein. Vor allem das Problemkind, die Offensivabteilung, zeigte sich stark verbessert. In den letzten beiden Qualifikationsspielen erzielte der SV Wiler-Ersigen insgesamt 15 Tore.

«Es spielt für uns keine Rolle, dass wir drei Spiele verloren haben. Wir haben aus den Fehlern gelernt und schauen nach vorne.»

Pünktlich zur heissen Phase der Meisterschaft scheinen Berger und sein Team also die richtigen Verbesserungen vorgenommen zu haben. Ohnehin habe man immer auf die eigene Stärke vertraut: «Es spielt für uns keine Rolle, dass wir bereits drei Spiele verloren haben. Wir haben aus den Fehlern gelernt und schauen nach vorne.» Deswegen ist der Gewinn der Meisterschaft auch weiterhin das ausgewiesene Ziel von Michal Dudovic und seinen Kollegen. «Natürlich ist die Meisterschaft das Ziel», sagt Dudovic kurz und bestimmt. Seit 2016 ist er beim SV Wiler-Ersigen unter Vertrag und hat schon einiges erlebt. Der aktuelle Kader sei zwar jünger als in den letzten Jahren, die Qualität sei aber immer noch gleich hoch. «Die Siegermentalität ist weiterhin vorhanden. Und vielleicht sind wir sogar noch etwas hungriger als in der Vergangenheit», sagt Dudovic.

Einfacher Gegner zum Start der Master Round

Dieses Wochenende startet nun also die heisse Phase der Saison mit dem Beginn der Master Round. Wiler-Ersigen startet die Mission Meisterschaftsgewinn am Samstag in Winterthur, wo das Gastspiel gegen den HC Rychenberg Winterthur auf dem Programm steht. «Wir kennen sie gut und wissen, was wir machen müssen», sagt der Angreifer über den kommenden Gegner. Trotzdem sind die Spieler des SVWE gewarnt: «Die Spiele gegen Winterthur waren immer eng.»

Trotzdem sind die Solothurner gegen den Tabellensechsten der Qualifikation klarer Favorit. Die Winterthurer kassierten in den elf Qualifikationsspielen ganze 57 Gegentore. Es bietet sich also für Michal Dudovic und seine Offensivkollegen eine gute Möglichkeit, erneut fleissig Skorerpunkte zu sammeln und optimal in die Master Round zu starten.

Aktuelle Nachrichten