Eishockey

Michael Tobler wird dem EV Zug ausgeliehen – davon profitiert auch der EHCO

Goalie Michael Tobler kehrt temporär zum EVZ zurück.Hr. Aeschbacher

Goalie Michael Tobler kehrt temporär zum EVZ zurück.Hr. Aeschbacher

Bereits im November ging beim EHC Olten eine Anfrage aus Zug ein, doch erst Anfang dieser Woche erhielt Goalie Michael Tobler die Freigabe. Beim zweiwöchigen Leihvertrag gibt es nur Gewinner.

Dass Olten über ein ausgeglichenes Torhüter-Duo auf hohem Niveau verfügt, das hat man auch eine Liga höher seit längerem zur Kenntnis genommen. So wurde der NLB-Leader bereits im November vom EV Zug um einen der beiden Goalies angefragt. Jetzt, Wochen später und nach der Verletzung von Stammgoalie Eero Kilpeläinen, ist der Leihvertrag, sprich ein Wechsel mittels B-Lizenz, also zustande gekommen.

Man habe sich von Anfang an offen für Verhandlungen gezeigt, sagt EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli. «Für uns war wichtig, dass das Gesamtpaket stimmt. Und das ist jetzt sicher der Fall.» So profitieren nicht nur die Zuger von der temporären Übernahme Toblers, auch der EHC Olten kann gleich mehrfach profitieren. Das wichtigste Argument für eine Ausleihe ist die Tatsache, dass beide Goalies zu regelmässigen Einsätzen kommen. Das ist, drei Wochen vor Beginn der Playoffs, sicher eine gute Ausgangslage. «Wir bekommen zudem einen jungen hungrigen Torhüter, der bereits über NLA-Erfahrung verfügt, hier trainiert und auch an den Spielen dabei sein wird», führt Rötheli aus.

Kuonen statt Kratzer

Er bestätigt, dass mit Florian Kratzer grundsätzlich ein eigener Nachwuchs-Goalie zur Verfügung gestanden hätte. Einer, der das Eishockey-ABC ebenfalls in Zug erlernte, auf Einsätze mit der U17-Nationalmannschaft zurückblicken kann, und derzeit bei den Junioren Top ein unverzichtbarer Wert ist. «Die Junioren verfolgen mit dem Aufstieg selber ein grosses Ziel, das sie erreichen möchten. Dazu braucht es einen Goalie, der auch in jedem Training dabei sein kann, an den Spielen sowieso.» Es habe, sagt Rötheli, zu viele Überschneidungen auch in der Meisterschaft gegeben, weshalb im Gegenzug der 19-jährige Robin Kuonen vom EVZ bis Ende Januar als Goalie Nummer 2 übernommen wird.

Weniger entscheidend sei bei diesem Deal der finanzielle Aspekt gewesen – Zahlen will man beim EHCO dennoch keine nennen. Zudem habe man intern entschieden, welchem der beiden Goalies die Möglichkeit zu geben, sich in der NLA zu bewähren.

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