Wie bereits im letzten Jahr setzen die Organisatoren in Neuendorf einerseits auf den Nachwuchs, anderseits will man den besten Reitern aus der ganzen Schweiz die Möglichkeit bieten, unter der Woche mit ihren jungen Pferden Wettkampferfahrung zu sammeln. So wird zum Beispiel der Oensinger Pius Schwizer seine Nachwuchspferde im Gäu testen, aber auch Beat Mändli, Janika Sprunger oder Christina Liebherr werden beim Concours des Teams Melliger ihre Aufwartung machen.

Wegen des wiederum sehr grossen Andranges – vor allem bei den Prüfungen in der zweiten Wettkampfwoche musste sogar eine Warteliste erstellt werden – wird in Neuendorf zwischen 7 und 8 Uhr morgens mit dem Programm gestartet. Einzelne Prüfungen mit bis zu 70 Teilnehmern mussten gesplittet und in zwei Teile aufgeteilt werden, um die meisten Anfragen berücksichtigen zu können. Deshalb umfasst das Programm an sechs Wettkampftagen ganze 30 Prüfungen.

Mammutprogramm für Melliger

In den meisten von ihnen wird Kevin Melliger zu sehen sein, häufig gleich doppelt mit zwei verschiedenen Pferden. Auf den Sohn von Willi Melliger wartet beim Heimconcours ein Mammutprogramm, mit dem Höhepunkt an diesem Wochenende. Melliger will nämlich die gute Ausgangslage nach dem ersten Qualifikationsteil nutzen, und sich für die EM der Jungen Reiter qualifizieren.

Insgesamt fünf Reiter wird das Schweizer Kader umfassen, und Melliger hat beste Aussichten, das Ticket auch tatsächlich zu holen. Insgesamt zählt der Concours an seinem Wohnort zwar nicht zu den wichtigsten des Jahres, und dennoch: «An meinem Heimturnier möchte ich natürlich trotzdem vorne dabei sein.»

Erfahrungen sammeln

An vorderster Front wirkt Kevin Melliger seit diesem Jahr in der Organisation des CS Neuendorf mit. Anstelle seines Vaters ist er ins Co-Präsidium an die Seite des erfahrenen Samuel Bosshard aufgestiegen und erhält so eine perfekte Gelegenheit, bereits mit 20 Jahren wichtige OK-Erfahrungen zu sammeln. «Er muss wissen, was da alles auf ihn zukommt», sagt Bosshard.

Das Wichtigste: «Das Ganze muss als Team funktionieren, alle miteinander gehen.» Melliger spricht von einem «guten Gefühl», so früh in die Verantwortung genommen zu werden und seinen Teil zum Gelingen des regionalen Grossanlasses «auf dem wohl besten Aussenplatz überhaupt» beitragen zu können.

Eigentlich wollte man in diesem Jahr auf das Bereitstellen von Boxen verzichten, hat sich dann aber doch entschieden, an einem neuen Standort – leicht erhöht in unmittelbarer Nähe des Reitplatzes – insgesamt 40 Pferdeunterkünfte herzurichten. Dies für Reiter zum Beispiel aus der Region Genf, welche über mehrere Tage im Gäu stationiert bleiben wollen. Daneben kann man in Neuendorf wieder vom gewohnten Festwirtschaftsbetrieb profitieren.