Kanu
Melanie Mathys gewinnt WM-Bronze im Wildwasserfahren

Die Solothurner Kanutin Melanie Mathys gewinnt an den U23-Weltmeisterschaften in den USA die Bronzemedaille im Wildwasserfahren.

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Melanie Mathys 2014 an der Schweizer Meisterschaft im Sprint. (Archiv)

Melanie Mathys 2014 an der Schweizer Meisterschaft im Sprint. (Archiv)

fotojaus.ch

Zum Auftakt der Junioren- und U23-Weltmeisterschaften der Kanuten in den USA erkämpfte sich die Solothurnerin Melanie Mathys hinter der Tschechin Novak und der Französin Hostens die Bronzemedaille über die klassische Distanz.

In der Nacht auf Mittwoch konnte sie auf dem Nantahala-River in North Carolina ihrer Sammlung eine weitere Medaille eines Grossanlasses hinzufügen. Trotz des Erfolges waren sowohl Melanie Mathys, als auch die Nationaltrainerin Kristin Amstutz sehr verärgert über den Rennmodus.

Schwierige Bedingungen für Mathys

Da Mathys in diesem Jahr wegen Uniprüfungen die Europameisterschaften auslassen musste und im vergangenen Jahr wegen ihres Engagements im Regattabereich keine internationalen Wildwasserwettkämpfe bestritten hatte, verlor sie in der Weltrangliste viele Plätze und wurde bei der U23-WM nicht in die Startgruppe der schnellen Fahrerinnen am Schluss der Kategorie eingeteilt.

Dies alleine wäre eigentlich kein Problem gewesen, aber der Umstand, dass der Organisator das Startintervall auf dreissig Sekunden verkürzte um den Zuschauern mehr Spektakel bieten zu können, führte dazu, dass die Solothurnerin auf der vier Kilometer langen Strecke insgesamt vier vor ihre gestartete Konkurrentinnen überholen musste.

Was wäre wohl sonst drinn gelegen?

Diese Überholmanöver haben jeweils einen Zeitverlust zur Folge, da die Ideallinie verlassen werden muss oder je nach Streckenabschnitt sogar kurz hinter der aufgeholten Fahrerin gewartet werden muss, bevor zum Überholen angesetzt werden kann.

Die Solothurner Nationaltrainerin fand keine lobenden Worte für diesen Rennmodus und fand vor allem störend, dass die Siegerin, die Tschechin Ajda Novak auf Startposition Eins gesetzt wurde und so frei Bahn hatte. Sie wollte sich aber nicht darauf festlegen, ob mit einer besseren Startposition gar ein noch besseres Resultat möglich gewesen wäre.

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