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Melanie Mathys gewinnt auch den Sprint und ist U23-Doppelweltmeisterin

Melanie Mathys gewinnt auch den Sprint.

Melanie Mathys gewinnt auch den Sprint.

Melanie Mathys gewinnt nach dem Sieg vom Mittwoch über die klassische Distanz auch den Sprint und damit den zweiten Weltmeistertitel.

Nach einer souveränen Sprintqualifikation am Freitag mit klarer Bestzeit liess sich die Solothurner Wirtschaftsstudentin auch beim Sprintfinal der besten Zwölf durch die erneute Favoritenrolle nicht aus der Ruhe bringen und siegte mit einem fehlerfreien Lauf auf der anspruchsvollen Sprintstrecke auf der Mur. Damit holte sie sich nach dem Sieg vom Mittwoch über die klassische Distanz bereits den zweiten Weltmeistertitel an diesem Anlass. Mit den beiden Teammedaillen kommt Melanie Mathys mit insgesamt vier Medaillen zurück in die Schweiz und schliesst ihre U23-Karriere mit einem fantastischen Ergebnis ab. Noch ist ihre Saison aber nicht zu Ende. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es in die Vorbereitung für die Sprint-Weltmeisterschaften in Pau (FRA), die Ende September den Saisonabschluss bilden. An dieses Rennen hat die Solothurnerin gute Erinnerungen, konnte sie doch auf der künstlichen Wildwasserstrecke in Pau im letzten Jahr das Weltcuprennen gewinnen.

Auch der Silbermedaillengewinner vom klassischen Rennen am Mittwoch, der Luzerner Linus Bolzern, konnte seine Topleistung im Sprintfinale wiederholen und holte sich die Bronzemedaille hinter dem neuen Juniorenweltmeister Titouan Ropers (FRA) und Leonardo Pontarollo (ITA).

Der U23-Fahrer Nico Meier war nach seinem guten Resultat im klassischen Rennen motiviert, dies im Sprint noch einmal zu bestätigen oder gar zu verbessern. Nach einer problemlosen Qualifikation für den Final in den Rennen am Freitag gelang ihm der Final nicht nach Wunsch. Kleine Fehler auf der Fahrt bremsten ihn aus und am Schluss reichte es zu Rang Zwölf und er verpasste seine angestrebte Top-Ten-Klassierung.

Für die beiden Solothurner Junioren Robin Häfeli und Leano Meier war die Hürde für die Finalqualifikation der besten Fünfzehn im Sprint erwartungsgemäss noch zu hoch. Der erst sechzehnjährige Robin Häfeli war in der Qualifikation aber sehr nahe an einer Überraschung. Er fuhr ein sehr gutes Qualirennen und mit Rang Sechzehn verpasste es den Finaleinzug nur gerade um einen Rang. Siebzehn Hundertstelsekunden fehlten für die Teilnahme am Finalrennen. Die beiden Solothurner konnten sich aber beide mit guten Leistungen für die Teamrennen qualifizieren und fuhren zusammen mit dem zweifachen Medaillengewinner Linus Bolzern im klassischen Rennen, wie auch im Teamsprint, auf den guten sechsten Rang.

Über die lange Distanz fehlte aber nicht viel für den Sprung aufs Podest. Unter der Führung des Silbermedaillengewinners Linus Bolzern nahmen sie die sechs Kilometer lange Wildwasserstrecke in Angriff und fuhren das Rennen ihres Lebens. Am Schluss des ungewohnt langen Teamrennens fehlten den beiden Solothurnern dann doch etwas die Kräfte, um die Sensation einer Team-Medaille zu verwirklichen. Bitter für das Schweizer Team war, dass nach über zwanzig Minuten Fahrzeit nur gerade 3.5 Sekunden für die Bronzemedaille fehlten.

Das U23-Damenteam sorgte mit einer starken Teamleistung im abschliessenden Teamsprint für die sechste Schweizer WM-Medaille. Die U23-Doppel-Weltmeisterin Melanie Mathys führte die beiden Juniorinnen Hannah Müller und Flavia Zimmermann zur Silbermedaille, knapp hinter den siegreichen Französinnen. Das Schweizer Team besiegte mit einer taktisch geschickten Fahrt die stärker eingeschätzten Tschechinnen und das deutsche Damenteam.

Das Junioren- und U23-Team der Schweiz zeigte an diesen Weltmeisterschaften einen tollen Auftritt. Sie konnten ihre beste Leistung im richtigen Moment abrufen und aus den Zielsetzungen von drei WM-Medaillen wurde zum Schluss das Doppelte, nämlich sechs Medaillen (Vier Einzel- und zwei Teammedaillen). Das Schweizer Team fährt am Sonntag mit zwei kompletten Medaillensätzen zurück in die Schweiz und Athleten und Betreuer dürfen mehr als zufrieden sein. Gute Stimmung im Team, gute Betreuung durch die Trainerinnen und den Physio, leistungsbereite Athleten und ein Quentchen Glück im richtigen Moment sind die Voraussetzungen für diese Medaillenausbeute. Zu den Medaillen kommen noch viele Topergebnisse mit Plätzen in den Top Ten oder neun Qualifikationen für die Sprintfinals.

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