Für die YB-Fans gebe es zwischen dem 9. und 13. Juli 2019 gleich in mehrfacher Hinsicht Grund zur Freude, geben die Veranstalter in einer Medienmitteilung bekannt: Der letztjährige Meistertrainer Adi Hütter komme mit Eintracht Frankfurt und dem Schweizer Internationalen Gelson Fernandes an den Uhrencup, wie auch der ehemalige YB-Kultstürmer Thomas Häberli mit dem FC Luzern. «Nebst Frankfurt und YB haben auch die Innerschweizer ihre Teilnahme am Traditionsturnier bestätigt», schreiben sie. Das Spitzenspiel YB – Eintracht Frankfurt steigt am Mittwoch, 10. Juli 2019 um 20.00 Uhr.

Eintracht Frankfurt wird seit dieser Saison von Adi Hütter trainiert und spielt eine hervorragende Bundesliga-Saison. Die Eintracht hat sich in der UEFA Europa League nach dem Sieg über den Uhrencup-Teilnehmer 2017, Benfica Lissabon, fürs Halbfinale gegen Chelsea qualifiziert und liegt in der heimischen Liga hinter den Bayern, Dortmund und RB Leipzig auf dem 4. Tabellenrang. «Wir freuen uns sehr, dass wir drei so attraktive Mannschaften verpflichten konnten und arbeiten mit Hochdruck an der Verpflichtung des zweiten ausländischen Teams», erklärt Simon Laager, Co-Veranstalter des Uhrencup. Analog der Vorjahre dürfte das vierte Team in den nächsten Wochen kommuniziert werden.

YB ist Stammgast

«Mit dem BSC Young Boys konnte der neue und alte Schweizer Meister verpflichtet werden, der sich mit der insgesamt 24. Teilnahme als Stammgast am Uhrencup erweist», schreiben die Organisatoren. Mit Gerardo Seoane als ehemaligem FCL-Coach, Adi Hütter als Ex-YB-Trainer und Thomas Häberli als ehemaligem YB-Stürmer gibt es drei Déjà-vu’s auf der Trainerbank. «Die beiden Uhrencup-Spiele werden für uns eine wichtige Standortbestimmung in der Vorbereitung sein. Natürlich freuen wir uns, mit Eintracht Frankfurt und Adi Hütter auf einen Top-Gegner zu treffen», so Seoane. Die YB-Legende Thomas Häberli, seit Februar Cheftrainer beim FC Luzern: «Wir freuen uns sehr aufs Turnier und ich mich natürlich auch auf das Wiedersehen mit alten Bekannten.»

Spiele in Grenchen sind fraglich

Noch nicht bekannt gegeben wurden in der Medienmitteilung die genauen Spielorte und Spieldaten. Ob der Uhrencup also wieder nach Grenchen zurückkehrt oder nicht, bleibt vorerst offen. Man kann aber davon ausgehen, dass die Tissot-Arena in Biel als Haupt-Austragungsort gesetzt ist, wie in den letzten Jahren. Zur Diskussion stehen dürften Grenchen, als Ursprungsort des Uhrencups, sowie eventuell auch das Stadion Neufeld in Bern, das letztes Jahr zum ersten Mal als Spielort zum Zug kam.

Wie Laager auf Anfrage andeutete, dürfte die Wahl des vierten Turnierteilnehmers auch ausschlaggebend dafür sein, ob man zwei Spiele in Grenchen durchführt oder nicht. Für Spiele, die punkto Sicherheit problematisch sein könnten, ist Grenchen schlicht nicht geeignet – im Gegensatz zum Stadion in Biel. Falls man in Grenchen spielen sollte, werden es zwei Spiele sein – das war die Bedingung der Stadt Grenchen. Dass man dabei zwei aufeinanderfolgende Daten ins Auge fassen dürfte, liegt wahrscheinlich aber auch im Interesse der Organisatoren, da der Umzug von der Bieler Tissot-Arena nach Grenchen mit viel Aufwand und Kosten verbunden ist.

Kollision mit Freilichtspielen

Es gibt aber noch einen anderen Aspekt zu berücksichtigen: In der Zeit zwischen 9. und 13. Juli werden auf dem Eichholzhügel, einen Steinwurf vom Stadion Brühl entfernt, vier Vorstellungen des Freilichtspiels «Romeo & Julia» gegeben. Einzig am 10. Juli, also dem bereits als Termin für das Spitzenspiel gesetzten Abend, findet keine Vorstellung statt. In vergangenen Jahren hatte der Lärm aus dem Stadion den Theaterbetrieb empfindlich gestört. Dazu sagt Stadtpräsident François Scheidegger auf Anfrage, die Stadt habe den Verantwortlichen mitgeteilt, sie sollten sich doch im Vorfeld zusammensetzen und mögliche Kollisionen auszuschliessen versuchen. Eine Möglichkeit sei zum Beispiel, dass der Beginn der Spiele früher angesetzt werde, das Theater etwas später, damit die Lärmemissionen das Theater nicht stören.

Scheidegger bestätigt auch, dass sich die Stadt finanziell am Uhrencup beteilige – ein entsprechender Beschluss müsse allerdings noch gefällt werden, denn im Budget sei nichts vorgesehen. Dies nach wie vor unter der Voraussetzung, dass zwei Spiele in Grenchen stattfinden. «Die Marke Uhrencup gehört der Stadt und wir haben der Firma ST Competition & Consulting (mit den Inhabern Simon Laager und Thomas Grimm) die Lizenz für 2019 erteilt. Sollte nicht in Grenchen gespielt werden, gibt es auch kein Geld», so Scheidegger.