27 Minuten hatte es im Cupmatch gedauert bis der erste Treffer fiel, diesmal stand es nach 10 Minuten in der Weissensteinhalle bereits 2:2. Die Meisterschaftspartie zwischen den beiden Kantonsrivalen lief ganz anders als der Cupfight.

Dies lag vor allem am Heimteam Köniz, welches wie die Feuerwehr startete, viel aktiver war als noch vor Wochenfrist und den SVWE unter Druck setzte. Dies zeigte Wirkung. Der Meister war in der Anfangsphase nicht bereit, leistete sich zahlreiche Fehler und gestand Köniz Chancen im Mulitpack zu. Indes: Zum Ende des Startdrittels stand es immer noch 2:2.

Hinten unsicher, vorne effizient 

Der SVWE zeigte sich hinten unsicher, aber vorne effizient. Dabei gelang Michal Dudovic (19) bei seinem ersten NLA-Spiel schon nach 7 Minuten sein erstes Tor. Dabei spiele der Slowake nur, weil sich Tino von Pritzbuer, der letzten Samstag nach nur 14 Sekunden gegen den HCR sein erstes Tor erzielte hatte, verletzt ausfiel.

Von Pritzbuer, der Ersatz des verletzten Affolters, der wiederum für den verletzten Krähenbühl in die erste Formation gerückt war. Und nun stürmte also innerhalb von nur fünf Wochen bereits der vierte Flügel an der Seite von Topskorer Matthias Hofbauer. Dudovic traf also zum 1:1 und als Köniz wieder vorlegte, dauerte es nur 50 Sekunden bis Johnsson auf 2:2 stellte.

Ein perfektes Mitteldrittel

Ab dem Mitteldrittel war dann auch der SVWE bereit, spielte in der Defensive viel konsequenter und konzentrierter und behielt in der Offensive seine Effizienz. Rentsch und zweimal Deny Känzig sorgten für eine beruhigende 5:2-Führung. Känzig traf dabei in Unterzahl nach einem Auswurf von Goalie Reich, der sich bislang als starker Ersatz von Nicolas Wolf bestätigen konnte, welcher mit seiner Schulterverletzung länger auszufallen droht.

Dass es am Ende doch noch eng wurde, lag daran, dass der SVWE etwa gar früh auf Verwaltungsmodus umschaltete und Köniz die Doppel-Strafe gegen Hollenstein zu Beginn des Schlussabschnittes ausnützen konnte und nach dem 3:5 wieder Hoffnung schöpfte.

Zwölfte Sieg in Folge

Doch das junge Gäste-Teams zeigte sich in der Schlussphase sehr abgeklärt und fügte dem ambitionierten Kantonsrivalen die erste Niederlage nach 60 Minuten in der laufenden Meisterschaft zu und liegt nun 6 Punkte vor dem Mitstreiter um den Qualisieg.

Für den SVWE war es der zwölfte Sieg in Folge (2 Cupspiele gegen WaSa und Köniz eingeschlossen). Wirklich eine stolze Bilanz für ein Team, welches doch im Umbruch steckt. So wurden auch im Spitzenkampf alle sieben U21-Lizenzen aufgebraucht, fünf dieser Junioren standen auch von Beginn weg auf dem Feld!