SV Wiler-Ersigen
Meister Wiler-Ersigen bleibt trotz grossem Umbruch das gejagte Team

Der Saisonstart wird für den Meister alles andere als einfach. Im Team von Trainer-Rückkehrer Thomas Berger, der nun in seiner zweiten Amtszeit beim SV Wiler-Ersigen engagiert ist, gab es einen grossen Umbruch.

Leandro de Mori
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Der Rückkehrer aus Schweden, Nicola Bischofberger (rechts), möchte in der neuen Saison mehr Verantwortung beim SV Wiler-Ersigen übernehmen.

Der Rückkehrer aus Schweden, Nicola Bischofberger (rechts), möchte in der neuen Saison mehr Verantwortung beim SV Wiler-Ersigen übernehmen.

Zur Verfügung gestellt

Der Verein musste acht Abgänge verkraften, durfte ebenso viele neue Spieler in der ersten Mannschaft begrüssen. Vor allem in den drei Bereichen, die ein erfolgreiches Team kennzeichnen (Skorer, Mentalität und Physis), musste sich Wiler-Ersigen von einigen Schlüsselspielern trennen. Von den Skorern verabschiedete sich der Finnen Ville Lastikka, der aus familiären Gründen in seine Heimat zurückgekehrte. Zudem wird Patrick Mendelin nach dem Champions Cup ausschliesslich für den B-Ligisten Basel auflaufen.

Ville Lastikka mit der Nummer 36 kehrte aus familiären Gründen in seine Heimat

Ville Lastikka mit der Nummer 36 kehrte aus familiären Gründen in seine Heimat

Foto: HUM

Mit Adrian Zimmermann und Philipp Fankhauser traten zwei weitere Teamstützen zurück. Wenigstens eine dieser beiden Lücken will Wiler-Ersigen mit dem Berner Joel Krähenbül, der von den Tigers Langnau zurückgekehrt ist, schliessen.
Mit Daniel Sebek und Kevin Steffen verzeichnet man zwei Abgänge, die vor allem durch ihre Physis Akzente setzten. Sebek entschied sich dazu, nach Schweden zu ziehen, Kevin Steffen tat es Fankhauser und Zimmermann gleich und trat ebenfalls zurück. Diese beiden Abgänge wurden nicht direkt ersetzt. Im Umbruch setzt man bei Wiler-Ersigen auf andere Komponenten als auf die Physis. In der neuen Saison sollen die «goldenen» Jahrgänge (96-98), die sich vor allem durch ihre Schnelligkeit und ihre Technik auszeichnen, in das neue Teamgefüge miteinbezogen werden.

Man tritt in der neuen Saison wohl mit dem jüngsten Kader an. Noch sind sechs Akteure in der U21 spielberechtigt, fünf Weitere sind nur ein Jahr älter.
Die Ziele für die neue Saison bleiben trotz den Veränderungen ehrgeizig. «Wir wollen sicher um den Meistertitel spielen.», sagt der aus Schweden zurückgekehrte Nicola Bischofberger. Nach seinem Jahr in Schweden bei Falun hat sich Bischofberger aber nicht nur Ziele mit der Mannschaft gesteckt, sondern auch persönliche. «Ich möchte innerhalb der Mannschaft eine grössere Verantwortung übernehmen, als ich sie vor dem Auslandjahr in Schweden hatte. Ausserdem möchte ich bei jeder Entscheidung mit Wiler dabei sein.»

Umbruch reibungslos gestalten

Nun treffen also die routinierten Schlüsselspieler wie die Gebrüder Hofbauer, Tatu Väänänen, Daniel Johnsson oder Lukas Meister auf die junge Generation. Das Ziel des Vereins ist es nun, den Umbruch mit der alten und der neuen Generation so reibungslos wie möglich zu gestalten. Nicht jedem Klub gelingt aber ein solch bedeutungsvoller Wandel. Wenn man zum Beispiel an alte internationale Konkurrenten wie AIK, Warbergs, Tatran oder Pixbo denkt, die in das Mittelmass oder gar in die Zweitklassigkeit abgerutscht sind, gilt es beim SVWE, einen solchen Abstieg so gut wie möglich zu verhindern, auch wenn das Prozedere wahrscheinlich nicht ohne Leistungsnachlass über die Bühne gehen wird. Spätestens auf die Playoffs hin sollte das Team aber bereit sein, jeden Gegner zu fordern.

Wiler-Ersigen will spätestens auf die Playoffs hin bereit sein, jeden Gegner zu fordern.

Wiler-Ersigen will spätestens auf die Playoffs hin bereit sein, jeden Gegner zu fordern.

Zur Verfügung gestellt

Für die Trainer wird es keine leichte Aufgabe, die Routiniers und die Youngster zu einer Einheit zusammenzuführen. Doch die Qualität und das Potenzial der Jungen verspricht einiges. Zusammen mit den absoluten Leadern Väänänen und Matthias Hofbauer könnte dieses Gefüge also für manch einen Gegner zur Knacknuss werden. Der Meister bleibt nach kurzem Unterbruch der Gejagte im Schweizer Unihockey.
Im ersten Spiel der neuen Saison kommt es bereits zum grossen Derby. Der SV Wiler-Ersigen empfängt heute Abend um 19.30 Floorball Köniz.