«Der Druck ist nicht grösser geworden durch den letztjährigen Erfolg», erklärt Trainer Heinz Ehlers. Lausanne sei auch dieses Jahr wieder der Favorit. Aber Langenthal könne dank guter Transfers mithalten: «Wir haben durch die Zuzüge von Aurelio Lemm, Silvan Lüssy und anderen guten Spielern neben Wasserverdrängung auch mehr Geschwindigkeit und Routine in die Mannschaft gebracht.»

Es werde dieses Jahr vier starke Teams geben, sagt Ehlers, die vorne mitmischen. «Und dazu werden wir sicher auch gehören», sagt der Däne. Aber am Ende müsse einfach alles stimmen, das heisst auch die Tagesform. Ähnlich sieht es der angeschlagene Stefan Tschannen, der zuletzt seinen Vertrag beim SCL gleich um vier Jahre bis zum Ende der Saison 2016/17 verlängert hat:

«Wir sind bereit.» Tschannen, dessen Einsatz morgen wegen einer Blessur am Ellbogen fraglich ist, ist sich sicher, dass die Chemie im Team stimmt: «Wir verstehen uns einfach super. Das ist auch ein Grund, wieso ich hier bleiben will.» Er wolle lieber längerfristig in der NLB spielen als vielleicht nur ein Jahr in der NLA. «Langenthal bietet mir sehr viele Möglichkeiten und ich kann hier das Spiel sehr aktiv mitgestalten», sagt der gebürtige Stadtberner.

Gegen Sierre und Lörtscher

Was die Ziele angeht, stapelt man beim SCL tendenziell tief: «Wir wollen einfach in die Top 4 nach der Qualifikation. Dann können wir schauen, wofür es zusätzlich noch reicht», erläutert Captain Tschannen. Die erste Hürde, die die Oberaargauer überwinden müssen, heisst morgen Sierre.

Die Walliser, die mit dem noch rekonvaleszenten SCB-Center Kevin Lörtscher im Aufgebot rechnen dürfen, seien nicht zu unterschätzen, meint Ehlers. «Wir müssen unsere Nervosität einfach so schnell wie möglich ablegen. Das ist am einfachsten, wenn wir ein Tor schiessen.»

Dass der SCL hungrig auf die neue Saison ist, erkennt man allein im Training. Intensiv wird um jeden Puck gekämpft, auch wenn das Training unter dem Motto «Schonen für das erste Spiel» läuft. Und Ehlers, der dafür bekannt ist, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, hält auch vor dem ersten Spiel nicht mit Kritik zurück: «Das war einfach Mist, was ihr da gezeigt habt. Noch einmal und diesmal besser», brüllt er.