Eishockey

Meister Langenthal bekam von Lausanne den Meister gezeigt

Klassische Bauchlandung für Langenthal in Lausanne

Klassische Bauchlandung für Langenthal in Lausanne

Der SC Langenthal wird vom Lausanne HC mit 7:2 deklassiert und erfährt dabei eine Machtdemonstration der Waadtländer. Die am Schluss meistgestellte Frage war eindeutig: «Spielt so ein Aufsteiger?»

Die Gäste aus dem Bernbiet kamen kaum mehr aus dem Staunen heraus. Beim Aufeinandertreffen der aktuell besten Teams erfuhr der aktuelle Meister von den Romands eine Machtdemonstration sondergleichen. Keine zwei Minuten waren gespielt und bereits nahm das Unglück aus SCL-Sicht seinen Lauf. Auf das Tor von Florian Conz (2.) folgte der Powerplaytreffer von Alexei Dostoinov (9.) sowie derjenige vom Ex-SCBler Thomas Deruns (14.), der im gegnerischen Drittel Claudio Cadonau eine Scheibe abluchste, die nie Gefahr vor dem allein gelassenen Marc Eichmann hätte darstellen dürfen. Im ähnlichen Stile ging es weiter.

Campbell mit Hoffnungsschimmer

Einziges Lebenszeichen der Oberaargauer, während der ersten 40 Minuten, war als Jeff Campbell beim Stand von 4:0 in der 17. Minute den «frühen Ehrentreffer» realisierte. Lausanne spielte indes unwiderstehlich und mit viel Power. Die gradlinigen und gefährlichen Angriffe überforderten den SCL und versetzten ihn in die Schockstarre.

Löchrige SCL-Abwehr

Auch zu Beginn des zweiten Drittels sah man ähnliche Kräfteverhältnisse; jedoch startete der Mittelabschnitt mit zwei Überzahlmöglichkeiten für die Langenthaler. Eigentlich hätten diese beiden Chancen die Gäste zurück ins Spiel bringen können. Aufgrund eines Fehlpasses von SCL-Kanadier Brent Kelly ging dies aber kläglich schief – Jérémie Kamerzin entwischte dem Gegner und bezwang im 1-gegen-1 seinen letzten Gegner, Marc Eichmann. Als sich die Langenthaler dann bei nummerischem Gleichstand wehren wollten, passierte dasselbe in Rot noch einmal: Diesmal entwischte jedoch der LHC-Topskorer Oliver Setzinger der löchrigen SCL-Defensive und erhöhte auf 6:1.

Kein Wunder

Hätten die Anhänger des Gastes auf ein Weihnachtswunder gehofft, so wären sie enttäuscht worden. Bis zum Schluss hatten ihre Schützlinge nicht den Hauch einer Chance. Die Machtdemonstration der Lausanner endete mit einem 7:2-Triumph, wobei die Waadtländer im letzten Drittel einen Gang zurückschalteten. «Nicht viel denken, wir haben drei wichtige Spiele vor uns», bilanzierte SCL-Stürmer Stephan Moser nach der Partie. «Wir sind zu wenig gelaufen, kamen meist einen Schritt zu spät. Lausanne hat aber viel Tempo gemacht und war schlicht besser.» (LRY)

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