Eine Woche nach dem hochklassig besetzten HC-Rennen in Gränichen macht der Bike-Tross ein paar Kilometer nordwestlich halt. In Lostorf messen sich Fahrer aus der ganzen Welt auf internationaler C1-Stufe. Allein, das Rennen am Jurasüdfuss ist nicht ganz so stark besetzt wie jenes in Gränichen. Vor allem in der Elite-Kategorie blieben die Anmeldungen hinter den Erwartungen zurück und decken sich nicht ganz mit dem (gerade auch finanziell) grossen Aufwand, den die Veranstalter für den Renntag betrieben haben.

Nebst Lars Forster, Sieger an den diesjährigen Bike Days in Solothurn, der auf der Startliste figuriert, liegt von Matthias Stirnemann eine mündliche Zusage vor. Der Aargauer, Sieger beim prestigeträchtigen Cape Epic in Südafrika, ist die Weltnummer 9 und war im letzten Jahr auf dieser Strecke Zweiter – noch vor einem gewissen Julien Absalon. Achtgeben müssen die beiden Schweizer auf Daniel Mc Connell. Der 32-jährige Australier zeigte in Gränichen seine starke Form auf und verpasste das Podest nur um 24 Sekunden. Noch nicht komplett und daher wenig aussagekräftig ist zudem die Konkurrenz der Frauen.

Zwei Delegationen aus Amerika

Während also die beiden Elitekategorien vier Tage vor dem Rennen noch etwas dünn besetzt sind, präsentieren sich im Nachwuchsbereich sehr gut gefüllte Startfelder. Und nicht nur das: Bei den Junioren haben sich gleich zwei grössere Delegationen aus Amerika angemeldet. So wird sowohl das argentinische Nationalteam als auch jenes der USA mit je sechs Fahrern in Lostorf vertreten sein. Die beiden Teams aus Übersee nutzen die Startgelegenheit im Niederamt, um sich im Hinblick auf den Weltcup in Andorra Anfang Juli in Form zu bringen.

Der Schweizer Nachwuchs lässt sich den Vergleich mit der ausländischen Konkurrenz nicht nehmen. Luca Schätti (17) etwa, der junge Zürcher, oder die beiden ein Jahr älteren Joel Roth und Jorin Gabriel. Letzterer hat in diesem Jahr ein Rennen des prestigeträchtigen Swiss Bike Cup gewonnen. Insgesamt haben sich bereits 34 Junioren eingeschrieben.

Wie immer im Rahmen des Argovia Cups bieten die Rennen auch für Nicht-Lizenzierte eine Gelegenheit, sich auf einer attraktiven Strecke zu messen. Sie alle steigen ab 16.30 Uhr in ihre Rennen, welche über sechs Runden respektive 23 Kilometer führen. Sie dürfen sich, wie auch die Elite, auf einen sehr abwechslungsreichen Parcours mit vielen technischen Details freuen. Der Grossteil der Strecke ist im Vergleich mit den letzten Jahren gleich geblieben, jedoch wurde der Start-/Zielbereich wie auch der Festwirtschaftsbetrieb auf das Areal der Kreisschule Mittelgösgen verlegt.