Handball
Mehr als eine Nummer grösser

Der HV Herzogenbuchsee hatte gegen Aufsteiger Willisau alles im Griff. Hinten standen die Bernerinnen gut und versenkten vorne die Bälle. Der 38:13-Sieg kam für die Luzernerinnen einer Demütigung gleich.

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HV Herzogenbuchsee

HV Herzogenbuchsee

Solothurner Zeitung

Herzogenbuchsee gelang gegen Willisau von Anfang alles. Die Buchser Verteidigung glich einem beinahe unüberwindbaren Bollwerk. Das erste Tor erzielten die Luzerner Gäste erst nach etwa zehn Minuten und ihr zweiter Treffer fiel erst in der 23. Minute. Die Buchserinnen auf der anderen Seite konnten aus ihrer soliden Verteidigung heraus Gegenstoss um Gegenstoss laufen. Ob mit Einzel- oder Teamgegenstössen, auch hier gelang fast alles und es wurde Tor um Tor erzielt. Mit einer 20:5-Führung ging es in die Pause.

Nur fünf Tore in der ersten Hälfte zu kassieren, ist ein hervorragendes Zeugnis für die Buchser Verteidigung. Es galt aber auch zu berücksichtigen, dass die Willisauerinnen ohne ihre torgefährlichste Spielerin, Svenja Wey, antreten mussten. Der HVH musste in der Vergangenheit oft die Erfahrung machen, dass eine gute Verteidigung allein nicht ausreicht, wenn man vorne die Tore nicht macht. Doch dieses Mal überzeugten die Bernerinnen auch im Angriff – mit wenig technischen Fehlern und einer mehrheitlich guten Abschlussquote.

Warten auf Auswärtssieg

Wie schon in der ersten Hälfte zeigte sich die Buchsi-Verteidigung auch in den zweiten 30 Minuten weiterhin ausserordentlich stark. Sie stand kompakt und langte aggressiv zu – etwas zu agressiv. Insgesamt sieben Zeitstrafen erhielt Herzogenbuchsee aufgebrummt. Doch auch die Unterzahlsituationen brachten den HVH nicht in Verlegenheit. Es gelang den Spielerinnen trotzdem, im Angriff Druck aufzubauen und in gute Abschlusssituationen zu gelangen oder gar noch eine Zeitstrafe gegen die gegnerische Seite herauszuholen.

In praktisch jeder Minute war die Equipe von Trainer Jürg Lüthi das spielbestimmende Team. Mit Ausnahme der souverän spielenden Torhüterinnen konnten sich alle Buchserinnen in die Torschützenliste eintragen. Mit einer von A bis Z überzeugenden Leistung sicherten sich die Oberaargauerinnen den zweiten Sieg im dritten Spiel der Saison. Beide Erfolge holten sich die Bernerinnen zu Hause.

Nun gibts zwei Wochen Pause, bevor die Reise nach Zürich zu NLA-Absteiger Amicitia Zürich auf dem Programm steht. In dieser guten Form hat Herzogenbuchsee aber auch dort intakte Chancen auf zwei Punkte. In Zürich will Buchsi unbedingt den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren.