Laufsport
Mehdi Khelifi gewinnt den 33. Belchen-Berglauf in Olten

Selbst ein Sturz konnte den Tunesier Khelifi nicht stoppen. Durch seine Erfolg in der Schweiz um die Jahrtausend-Wende ist der Wahl-Italiener längst kein Unbekannter mehr.

Manfred Dysli
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Nordafrikaner mit langer Schweizer Vergangenheit: Mehdi Khelifi war am Belchenlauf eine Klasse für sich. Bruno Kissling

Nordafrikaner mit langer Schweizer Vergangenheit: Mehdi Khelifi war am Belchenlauf eine Klasse für sich. Bruno Kissling

Beim 33. Belchen-Berglauf der LSG Olten gewann der tunesische Favorit Mehdi Khelifi das Rennen trotz einem Sturz nach 6 km souverän vor dem Äthiopier Fikru Guta und dem Oberönzer OL-Spezialist Florian Howald. Beim Frauenrennen triumphierte die Toggenburgerin Bernadette Meier am Belchen bereits zum vierten Mal, nachdem die fünffache Siegerin und Streckenrekordhalterin Martina Strähl im Hinblick auf den Start an der Marathon Europameisterschaft in Zürich am kommenden Samstag nicht zum Rennen angetreten war. Die Oekingerin übernahm kurzfristig die Rolle als Ehrenstarterin. Der in Genua lebende 39-jährige Tunesier Mehdi ist in der Schweiz ein Altbekannter. In den Jahren 1999 bis 2001, als er für den LC Schaffhausen startete, wurde er erstmals Cross-Schweizermeister. 2000 gewann er den Titel in Thun und 2001 feierte er im Schlamm auf der Berner Allmend den Klassischen Hattrick als Schweizer Crossmeister. Dazu gewann Khelifi auch die SM Goldmedaille 1999 in Thun und 2000 in Lugano über 5000 m auf der Bahn. Der Nordafrikaner profitierte damals vom alten Wettkampfreglement des Schweizerischen Leichtathletikverband.

Schon wieder gestürzt

Vor einer Woche stürzte er beim hochalpinen Berglauf von Thyon 2000 auf die Grand Dixence Staumauer gleich mehrmals. Nach seinem souveränen Sieg am Belchen vor dem Äthiopier Guta Fikru und dem starken Oberaargauer OL-Spezialisten Florian Howald meinte Khelifi. «Auch heute hatte ich beim sechsten Kilometer wieder einen Sturz, als ich auf dem glitschigen Terrain auf die linke Achsel gefallen war. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich meinen stärksten Gegner Guta Fikru zum Glück hinter mir gelassen.

Martina Strähl (links) gibt den Startschuss zum Belchen-Berglauf
5 Bilder
Auch in diesem Jahr war der Berglauf ein voller Erfolg.
In Olten traf sich die internationale Lauf-Szene
Anspruchsvolle Strecke in Olten.
Mit Kamera bewaffnet - damit die Eindrücke bleiben.

Martina Strähl (links) gibt den Startschuss zum Belchen-Berglauf

Bruno Kissling (Bruno Kissling)

Seine gute Form stellte der Oltner Langstreckenspezialist und Lokalmatador Konrad von Allmen auch am Belchen einmal mehr als Gesamtvierter unter Beweis. Damit wurde von Allmen auch Kategoriensieger bei den Männer 45 vor Altmeister Martin von Känel. Der 23-Jährige für den TV Olten startende Sium Zerehannes aus Eritrea wurde Gesamtsiebter, und der frühere Solothurner Radprofi Marcel Klaus Achter.

Meiers vierter Streich

Bei den Frauen siegte Bernadette Meier vor Bettina Steiger aus Maisprach BL und der Laupersdorferin Petra Eggenschwilerin . Für die Toggenburgerin Meier, die am Belchen nur in den geraden Jahren gewinnt, war es nach 2008, 2010 und 2012 bereits der vierte Vollerfolg im 13 km langen Rennen mit 812 Höhenmeter auf den Allerheiligenberg. Aber auch die frühere OL-Spezialistin Bettina Steiger war mit ihrem Ehrenplatz zufrieden. Die Mentaltrainerin von Martina Strähl meinte kurz und bündig. « So schnell wie heute war ich in meinen fünf ersten Teilnahmen nie gewesen. Und auch Petra Eggenschwiler konnte bei ihrem Berglauf Combeack als Gesamtdritte nach langer Verletzungspause zufrieden sein. Mit 419 Teilnehmern mussten die Organisatoren der LSG Olten einen Teilnehmernehmerrückgang in Kauf nehmen. Die achtteilige Jura Top Tour wird am 24. August mit dem Weissensteinlauf abgeschlossen.

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