Karate
Medaille klar verpasst: Marco Luca scheitert bereits in der 1. Runde

An den Europameisterschaften in Budapest war die Schweiz mit einer 13-köpfigen Delegation vertreten. Schweizer Meister Marco Luca aus Grenchen verlor seinen Kampf gegen den Weltcup-Dritten Vinko Glavanovic in der 1. Runde.

Yanick Baur
Drucken
Teilen
Überraschend: Marco Luca (links) scheitert trotz eines 6:0-Vorsprunges in der ersten Runde.

Überraschend: Marco Luca (links) scheitert trotz eines 6:0-Vorsprunges in der ersten Runde.

Keystone

Grosser Bahnhof am Flughafen Kloten: Viele Fans, Freunde und Familienangehörige erwarteten das Team der tapferen Karatekas, welche soeben von den Europameisterschaften in Ungarn zurückgekehrt sind. Mit dabei war auch der Schweizer Meister Marco Luca, der in der Kumite-Kategorie -84 kg kämpft.

«Ich war in Topform und führte 6:0. Ich fühlte mich unschlagbar und der Sieg war so nah», erklärt Luca. Sein Gegner war der WeltcupDritte Vinko Ursic Glavanovic. Doch leider gingen seine Träume an den diesjährigen Meisterschaften im Eispalast in Budapest nicht in Erfüllung: Er erhielt in den letzten 10 Sekunden den finalen Strafpunkt, der ihm den Sieg kostete und bereits in der ersten Runde zum Ausscheiden zwang. Das frühzeitige Ende der EM ist eine Enttäuschung für den Solothurner. «Dieses Jahr wäre ich bereit für Erfolge an der Meisterschaft gewesen. Ich war top motiviert und fühlte mich richtig gut. Die Chancen auf eine Medaille waren vorhanden.»

Der 31-Jährige hat vor, sich erstmals zu erholen und sich langsam für die Welt- und Europameisterschaften 2014 vorzubereiten. «Ich möchte mich für die WM qualifizieren. Dies wird aber eines meiner letzten Ziele sein, da ich nicht jünger werde und ich möchte auf meinem Höhepunkt aufhören und nicht wenn es bereits zu spät ist.»

Marco Luca ist bekannt für seine grossartigen Erfolge und hat bereits begonnen, sein Können anderen zu lehren. 2010 gründete Luca seine eigene Kampfkunstschule in Grenchen, wo er viele Nachwuchskämpfer trainiert. Karate wird in der Schweiz immer populärer und die Vereine wachsen ständig. Während die Schweiz früher in der Karateszene weniger Anklang fand, erlebt die Sportart derzeit einen Aufschwung. Die Profis von anderen Ländern sind immer weniger ein Problem für die Schweizer Karatekas.

Aktuelle Nachrichten