Mountainbike

Mathias Flückigers Versöhnung nach der Pleite an den Weltmeisterschaften

Mathias Flückiger (r.) zusammen mit seinem Teampartner Lukas Buchli in Feierlaune.

Mathias Flückiger (r.) zusammen mit seinem Teampartner Lukas Buchli in Feierlaune.

Der Ochlenberger gewinnt zusammen mit Lukas Buchli dank drei Etappensiegen das erste Swiss Epic. Flückiger kann deswegen zwar seine WM-Pleite mit Rang 19 nicht vergessen, die Saison aber versöhnlich ausklingen lassen.

Nach der Cross-Country-WM im norwegischen Hafjell war die Motivation beim Oberaargauer Mathias Flückiger ziemlich im dunklen, feuchten Keller. Unstimmigkeiten bei der Verpflegung und ein Reifenschaden liessen damals seine WM-Medaillenträume platzen.

Mehr als Platz 19 lag so finalement nicht drin. «Die ersten Tage nach der WM war ich sehr enttäuscht. Entsprechend tief war danach meine Motivation auf weitere Wettkämpfe», erinnert sich der Mann vom VC Bützberg.

Als dann der Start zum erstmals ausgetragenen Swiss Epic zuletzt freilich näher rückte, wurde der 25-Jährige wieder vom Rennfieber gepackt: «Spätestens auf dem Weg ins Wallis spürte ich die Angriffslust wieder.» Das Swiss-Epic-Debüt führte über fünf Etappen, 400 km und 15 000 Höhenmeter von Verbier via Leukerbad und Grächen nach Zermatt. Zusammen mit dem Bündner Marathon-Spezialisten Lukas Buchli bildete der Oberaargauer ein schlagkräftiges Duo.

Von Beginn weg Spitze

Flückiger/Buchli fuhren von Beginn weg stark und holten sich letztlich an den sechs Renntagen drei Etappensiege und drei zweite Etappenplätze. Hätte sich Flückiger in Teilprüfung zwei nicht verfahren, wären es gar vier Siege geworden. «Ich verpasste kurz vor dem Ziel eine Abzweigung, so verloren wir 30 oder 40 Sekunden. Ich bin froh, dass dieser Lapsus am Ende keine entscheidende Rolle gespielt hat», so Flückiger.

Turbulent ging es in der vierten Etappe zu und her. Am Ende einer langen Abfahrt schmiss es Florian Vogel, den Teampartner von Schweizermeister Nino Schurter, hin. Der Aargauer musste das Rennen in der Folge verletzt aufgeben.

Ein Stein war die Ursache von Vogels Bauchlandung und später auch noch der eines weiteren Fahrers. Flückiger versuchte, die Unfallstelle zu sichern und den Brocken zu entfernen. Andere fuhren einfach weiter. «Da wir uns durch den Vorfall einen Rückstand eingehandelt hatten, nahmen wir in der nächsten Abfahrt etwas mehr Risiko, um wieder aufzuholen», erzählt der Oberaargauer. Etwas zu viel Risiko – der Weltcup-Gesamt-Sechste dieses Jahres stürzte und brach dabei den Hebel für die Hinterradbremse ab. «Da dachte ich zum ersten Mal, dass wir nun die Gesamtwertung verloren haben.»

Kein Ersatz aber…

Am Ende indes ging die Rechnung auf und das Duo Flückiger/Buchli brachte den Sieg am ersten Swiss Epic ins Trockene. «Es war ein toller Saisonabschluss und die Trails zum Teil sehr abenteuerlich», so Flückiger. Und: «Auch wenn dieser Erfolg gewiss kein Ersatz für die verpatzte WM ist, ein versöhnlicher Saisonabschluss ist es allemal.»

Ein Erfolg, der seine die Moralspeicher im Hinblick auf die kommende Saison zweifellos wieder etwas gefüllt hat. Schliesslich war es ein Sieg und das soll ja, wenn es nach Mathias Flückiger geht, derzeit hinter Schurter und Fabian Giger die Nummer 3 im Land, künftig öfters vorkommen.

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