1. Liga

Mast führt Solothurn mit Doppelpack und Vorlage zum Sieg

Angreifer Emmanuel Mast ist Solothurns Matchwinner beim 3:1-Sieg gegen Langenthal im ersten Heimspiel der Saison. Zum dritten Mal im zweiten Spiel traf Captain Loïc Chatton.

Im Rivalenspiel gegen Langenthal ist Solothurn sowohl resultat- wie auch eingeschränkt leistungsmässig die Reaktion auf die enttäuschende Darbietung im Startspiel in Goldau (3:3) geglückt. «Es war eine rechte Antwort auf Goldau», hielt Solothurns Trainer Jürg Widmer fest.

Nach Anlaufproblemen eröffneten sich den Gastgebern spielerische Perspektiven. Diese ermöglichten den notwendigen Raumgewinn für einen strukturierten Angriffsaufbau. Die rasche Vorentscheidung durch Emmanuel Masts Doppelpack innert vier Minuten bis zur 20. Minute ergab sich daraus.
Nach rechts laufend, den Ball flach zum linken Torpfosten abgebend, eröffnete Mast das Skore auf Zuspiel Philippe Gerspachers in der 16. Minute.

Für das 2:0 stand der 22-Jährige Bieler links goldrichtig, um Massimo Veronicas flache Hereingabe von rechts zu übernehmen (20.). «Wir hatten gute Phasen in der ersten Halbzeit, waren jedoch verunsichert und zeigten Respekt vor Langenthals Kontern, zumal es einmal mehr ein Gegner war, der nicht um das Spiel zu machen, gekommen war», sagte Trainer Jürg Widmer.

Die Oberaargauer verstrickten die Einheimischen vermehrt in Zweikämpfe. Zahlreiche unnötige Foulspiele unterbanden den Spielfluss. Der FC Solothurn behielt seine Marschrichtung jedoch bei. Mit dieser feldmässigen Überlegen- und Entschlossenheit hatten er das Geschehen im Griff. Aufgefallen ist auch das frühe Forechecking durch die Offensivkräfte. Bis zur Pause erhielt der FCS weitere Chancen für Loïc Chatton (23.) und Marco Mathys (39.). Der Ball flog jeweils knapp übers Tor.

Die drei Punkte waren trotz Abstrichen in den letzten zwanzig Minuten nie gefährdet. Der FC Solothurn stellte seine Effizienz bereits drei Minuten nach Wiederbeginn erneut erfolgreich unter Beweis. Mast setzte sich auf der linken Seite ab. Seinen Idealpass in den Lauf krönte Captain Chatton volley mit seiner tollen Direktabnahme. Danach neigten die Gastgeber wieder zu Nonchalance zu Lasten stabiler Defensivsarbeit. Weil sie ihre Kontrahenten mehr agieren liessen, erreichten die Oberaargauer optisch wieder mehr Gewicht.

Bis auf das Ehrentor durch Christian Pfister auf den neunten Eckball konnten sie jedoch keinen Profit daraus ziehen (68.). Zwingende Chancen erarbeiteten sich die Besucher nicht. Dazu fehlte es Langenthal an den spielerischen Voraussetzungen. Bis durch Vikro Silva Dos Santos’ Flachschuss (71.) und Oliver Jonjics Freistoss, zur zehnten Ecke ableckend, wurde Solothurns Goalie Colin Bähler nicht geprüft.

Auf der Gegenseite konnten die Solothurner den Gästehüter Severin Fankhauser in verschiedenen Anläufen nicht mehr überwinden. Philippe Gerspacher sah seinen Schuss im Nachgang zu einem Veronica-Freistoss mit der Hand zum ersten Solothurner Eckball abgewehrt (58.), Doppeltorschütze Mast scheiterte alleine auf Fankhauser zulaufend ebenso (60.) wie Hannes Hunziker, der auf Masts Flanke den Ball gehalten sah (78.) und Noah Gräf, der zweimal nach sehenswerten Offensivaktionen über mehrere Stationen Goalie Fankhauser anschoss (85., 90.).

«Wir haben das Potenzial, aber unsere Leistung muss besser werden und wir sind nachlässig geworden», sagte Trainer Jürg Widmer. «Wir sind noch nicht richtig in Form und müssen am Rhythmus arbeiten», stellte der Aargauer weiter fest. Dem steht positiv gegenüber, dass seine Mannschaft nach den ersten drei Ernstkämpfen mit dem Weiterkommen im Cup in Zug sowie dem Unentschieden in Goldau und jetzt dem Sieg gegen Langenthal in der Meisterschaft in der neuen Spielperiode noch ungeschlagen ist.

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