Martina Strähl, wie lief es Ihnen bei Ihrem zweiten Marathon?

Martina Strähl: Sehr gut, wirklich. Ich habe mich vom ersten bis zum letzten Kilometer sehr wohl gefühlt. Das einzige vielleicht nicht ganz Ideale war, dass ich lange allein laufen musste.

Gab es keinen kritischen Moment während des Laufs?

Nein. Ich wollte aber auch gar nichts riskieren. Aufgeben an dieser Heim-EM, das kam für mich überhaupt nicht infrage. Die Unterstützung des Publikums war einfach überwältigend.

Wurden Sie vom Publikum getragen?

So etwas werde ich sicherlich nie mehr erleben und habe es bislang auch noch nie erlebt. Die Ambiance an der Strecke war einfach überwältigend.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Zeit von 2:42:21?

Sehr. Das liegt exakt im Bereich, den wir geplant hatten. Aufgrund der coupierten Strecke dreieinhalb Minuten über meiner Bestzeit.

Wird es weitere Marathon-Einsätze geben?

Ich werde sicher wieder auf Bergläufe fokussieren, aber ich werde auch wieder zum Marathon zurückkehren. Ich könnte mir vorstellen, den nächsten Marathon auf einer flachen Strecke zu laufen, um einmal zu sehen, was zeitlich drin liegt.

Und wie geht die Europameisterschaft jetzt für Sie zu Ende?

Ich war nach meinem Wettkampf noch im Stadion und habe mir die Wettkämpfe angesehen – es ging mir erstaunlich gut. Bis Montag bleiben wir als Mannschaft zusammen in Zürich.