Leichtathletik

Martina Strähl musste den Start am WM-Marathon in London absagen: «Es hat extrem wehgetan»

Nach der verpassten WM legt Martina Strähl den Fokus nun auf die EM 2018 in Berlin.

Nach der verpassten WM legt Martina Strähl den Fokus nun auf die EM 2018 in Berlin.

Martina Strähl musste den Start am WM-Marathon in London wegen einer Stressreaktion im Kreuzbein absagen. Im Interview spricht sie darüber, wie sie die WM erlebt hat, wie es ihr heute geht und wann sie wieder Wettkämpfe bestreiten wird.

Martina Strähl, der WM-Marathon in London war Ihr grosses Ziel. Darauf haben Sie ein Jahr lang hingearbeitet. Wegen Ihrer Verletzung mussten Sie dann aber kurz vorher Forfait erklären – was haben Sie an jenem Sonntagnachmittag getan, an dem das Rennen stattfand?

Martina Strähl: Ich habe mich mit meinem Trainer verabredet und wir haben gemeinsam den gesamten WM-Marathon live im Fernsehen mitverfolgt.

Wie ging es Ihnen dabei?

Es hat extrem wehgetan. Du weisst, dass du dich ein Jahr auf diesen Moment vorbereitet hast und jetzt eigentlich dort stehen und losrennen würdest. Ich habe mich während der Übertragung natürlich auch immer wieder gefragt, wo ich jetzt wohl mitgelaufen wäre. Das war schon hart. Aber es hat auch geholfen. Den WM-Marathon zu schauen, war eine Art Schlusspunkt, mit dem ich diese WM-Kampagne für mich abschliessen konnte. Zudem hat es mich auch extrem motiviert, dieses Rennen anzuschauen.

Inwiefern?

Der Wettkampf hat mich beeindruckt und inspiriert. Ich habe dadurch neue Motivation gefunden, um die nächsten grossen Herausforderungen anzunehmen.

Welches sind denn Ihre nächsten grossen Ziele?

Das nächste Highlight ist für mich die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Berlin. Ein Jahr danach findet bereits die nächste WM statt und 2020 sind die Olympischen Spiele in Tokio.

Das ist derzeit noch Zukunftsmusik. Zurück zur Gegenwart: Wie geht es Ihnen heute, etwas mehr als einen Monat, nachdem Sie bekannt gegeben haben, dass Sie auf die WM verzichten müssen?

Ich befinde mich noch immer in der Regenerationsphase und bin seit mittlerweile sechs Wochen keinen Meter gerannt. Ich bestreite Alternativtrainings auf dem Crosstrainer oder dem Rennvelo und mache viel Krafttraining.

Wann dürfen Sie wieder Lauftrainings absolvieren?

Das weiss ich leider noch nicht. Eigentlich hätte ich nach sechs Wochen Pause wieder laufen sollen, aber die Schmerzen sind noch immer da. Nächste Woche habe ich einen Termin in der Crossklinik. Dann sollte ich mehr wissen.

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