Laufsport

Martina Strähl landete den siebten Streich

Über den Steg in der Tüfelsschlucht geht es unentwegt bergwärts voran.

Über den Steg in der Tüfelsschlucht geht es unentwegt bergwärts voran.

Der qualitativ sehr gut besetzte Auftakt zur Jura Top Tour beim Tüfelsschlucht-Lauf in Hägendorf erlebte zwei prominente Tagessieger.

Matthias Kyburz, der OL-Sprint-Weltmeister von 2012 in Lausanne und zweifache Gesamtweltcupsieger der beiden letzten Jahre, hatte sich erst am Vorabend noch nachgemeldet. Am Rennen selber lief Kyburz seiner Konkurrenz schon kurz nach dem Startschuss auf und davon und gewann nebenbei nach 3,8 km auch den Goldsprint souverän. Bereits mit grossem Rückstand folgte hier das Verfolgertrio mit Christian Mathys, Daniel Lustenberger und dem Berglaufneuling Sium Zerehannes aus Egerkingen. Der 23-jährige Oltner Turner fiel in der Steigung durch die Schlucht auf den Allerheiligenberg hinauf noch auf den 24. Gesamtplatz zurück. Kyburz krönte sein starkes Rennen mit der Spitzenzeit von 32:08,3 und verpasste den sieben Jahre alten Streckenrekord des kenianischen Spitzenläufers Daniel Kiptum nur gerade um 8,4 Sekunden.

Eine starke Vorstellung zeigte auch der Neo-Zuchwiler Christian Mathys und dies nach einer Verletzungspause im März. Der Schweizer Berglaufmeister von 2011 hat wie Martina Strähl die Limite für die Marathon-EM in Zürich erfüllt. Der Krienser Daniel Lustenberger erreichte bei seiner Schluchtpremiere als Dritter gleich einen Podestplatz. Der Mümliswiler Marius Füeg überraschte einmal mehr als Gesamtsechster. Der Weltklasse-Inlineskater Severin Widmer zeigte als Gesamtzehnter einmal mehr seine Qualitäten als Bergläufer. Ein starkes Rennen lief auch der Oltner Ultraspezialist Konrad von Allmen mit dem 18. Gesamtrang und dem M45-Kategoriensieg.

Im Frauenrennen triumphierte mit der dreifachen Berglauf-Europameisterin Martina Strähl ebenfalls die ranghöchste. Die Oekingerin attackierte bei ihrem nunmehr siebten Tagessieg am Schluchtlauf ihren eigenen Streckenrekord nicht, verwies aber ihre Natikollegin Bernadette Meier und Daniela Gassmann Bahr ganz klar auf die Plätze. «Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, denn ich lief schneller als im Vorjahr», sagte Strähl. «Das einzige Problem hatte ich mit dem Oberschenkel, der sich unterwegs bemerkbar machte. Und auch ohne spezifisches Berglauftraining in diesem Frühling hatte ich keine Schwierigkeiten in den steilsten Passagen.» Ihr Coach Fritz Häni war aber in seiner ersten Analyse der Ansicht, dass es Strähl am Ostersamstag beim GP Fricktal in Eiken über 10 Meilen noch besser gerollt sei, als jetzt am Hägendorfer Hausberg. Neben Martina Strähl kamen mit der Luterbacher Langstreckenspezialistin Tanja Amiet (8.) und der Gänsbrunnerin Gisela Schneeberger (10.) zwei weitere Solothurnerinnen in die Top-Ten-Ränge im Overallklassement. Die Jura Top Tour wird am nächsten Freitag mit dem Wengi-Berglauf in Matzendorf fortgesetzt.

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