Laufsport

Martina Strähl läuft mit «Cooly» zum grössten Triumph

Martina Strähl stellt die Konkurrenz beim Murtenlauf in den Schatten, nur das Leichtathletik-EM-Maskottchen «Cooly» mag ihr bis ins Ziel folgen.KEY

Martina Strähl stellt die Konkurrenz beim Murtenlauf in den Schatten, nur das Leichtathletik-EM-Maskottchen «Cooly» mag ihr bis ins Ziel folgen.KEY

Beim 80. Gedenklauf von Murten nach Freiburg feierte die Oekingerin einen Exploit und landete den ersten Schweizer Sieg seit 2002. Obwohl die 26-Jährige etwas Schmerzen im Fuss verspürte, distanzierte sie die Zweitplatzierte um 25 Sekunden.

Nur drei Wochen nachdem Martina Strähl beim Jungfrau-Marathon auf den dritten Rang lief, zeigte die dreifache Berglauf-Europameisterin auf dem welligen Parcours im Freiburger Land eine weitere Top-Leistung.

Strähl gab den Ton an

Beim ältesten Schweizer Volkslauf gab die Oekingerin in der Spitzengruppe gegen die vier kenianischen Weltklasseläuferinnen und der Französin Aline Camboulives den Ton an. In der berüchtigten La-Sonnaz-Steigung nach 12 Kilometern liess sie ihre Konkurrenz stehen, und landete den ersten Schweizer Sieg am Murtenlauf seit Chantal Dällenbach 2002. Die 26-Jährige gewann mit 25 Sekunden Vorsprung vor der Kenianerin Chelangat Sang und 45 Sekunden vor der mehrfachen französischen Meisterin Aline Camboulives.

Vollgas bei der zweiten Steigung

«Am Morgen war ich noch mit gemischten Gefühlen aufgestanden, weil ich etwas Schmerzen im linken Fuss verspürt hatte, doch im Rennen selber lief es mir dann super. Ich fühlte mich immer gut und bei der zweiten Steigung in La Sonnaz gab ich dann Gas», sagte die Läuferin der LV Langenthal. Auf eine kritische Phase angesprochen, sagte die Oekingerin weiter: «Ich hatte eigentlich nie eine Krise. Nur Kilometer 15 war hart, weil ich nicht wusste, ob meine stärksten Konkurrentinnen noch einmal aufschliessen können.»

Hohe Ziele für 2014

Strähl nannte im Ziel ihren Triumph «einen Traum, der eine riesige Bedeutung hat für mich». Und für 2014 hat sie mindestens zwei grosse Ziele vorgenommen. Einerseits die Leichtathletik-EM in Zürich, anderseits die Berglauf-WM in der Toskana. Zweitbeste Schweizerin wurde als 24. im Overallklassement die Oltnerin Valérie Suter.

Röthlin als Sechster im Ziel

Bei den Männern gab es einen dreifachen kenianischen Sieg: Bernard Kiplangat verwies seinen Landsmann Shadrack Kimaiyo auf den Ehrenplatz. Marathon-Europameister Viktor Röthlin wurde bei als bester Schweizer Sechster. «Nach drei Kilometern war ich flach. Meine Beine spielten nicht mit», sagte Röthlin. Völlig überraschend ist seine mässige Leistung indes nicht. Die Zeitspanne zur Regeneration nach dem Jungfrau-Marathon war zu kurz. (SI/MDY)

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