Laufen

Martina Strähl läuft Bestzeit im Halbmarathon

Martina Strähl gewinnt Silber in der Schweizer Wertung.

Martina Strähl gewinnt Silber in der Schweizer Wertung.

Die Berglaufspezialistin aus Oekingen kommt am Greifenseelauf in 1:15:59Stunden ins Ziel – Platz zwei in der SM-Wertung. Der Sieg ging an die Glarnerin Sabine Fischer sowie den Zürcher Michael Ott.

Martina Strähl wurde am Greifenseelauf Sechste. Weil die Veranstaltung gleichzeitig Schweizer Halbmarathon-Meisterschaft ist und vier Ausländerinnen vor ihr lagen, gewann sie damit trotzdem eine Silbermedaille. Darüber hinaus war sie glücklich mit ihrer Zeit von 1:15:59 Stunden. «Ich lief eine persönliche Bestzeit. Was will ich mehr», sagte die Läuferin der LV Langenthal. Bronze ging an die Rekordhalterin Ursula Spielmann-Jeitziner, die sichtlich überrascht davon war.

Der Tagessieg bei den Frauen ging an Sabine Fischer (1:13:18), die damit ihre zuvor missratene Saison rettete. Mit der Glarnerin gewann erstmals seit Daria Nauer im Jahr 1996 (1:12:30) wieder eine Schweizerin. Im Endspurt rang sie die Kenianerin Nancy Koech nieder. Fischer hatte erst auf den letzten Kilometern zur Leaderin aufgeschlossen und stellte im Finish ihre Qualitäten als Bahnläuferin unter Beweis. «Dieser Erfolg bedeutet mir viel», sagte sie. Diesen Sommer war die 39-Jährige mit ihren Olympia-Ambitionen über 5000 Meter kläglich gescheitert. «Ich wusste, dass die Form stimmt, aber ich brachte sie nicht auf die Bahn. Das hat mir schwer zu schaffen gemacht», gestand sie.

Ott will an die EM 2014

Der Zürcher Michael Ott feierte mit 30 Jahren seinen ersten Schweizer Meistertitel. «Das Resultat gibt die Bestätigung, dass der Fahrplan stimmt», sagte der Läufer des TVU Zürich, der als Zehnter bester Schweizer war. Der Schreiner hat sein Arbeitspensum reduziert und will an den Europameisterschaften 2014 in Zürich mit der Marathon-Auswahl starten. Auf Platz 20 folgte Adrian Lehmann von der LV Langenthal, der im Schweizer Klassement den fünften Rang belegte.

Kendagor ist schnell unterwegs

Als Tagesschnellster der 33. Austragung des Greifenseelaufs liess sich der Kenianer Jacob Kendagor in der Rekordzeit von 1:01:14 Stunden feiern. Der 28-Jährige stellte auf den 20,0975 Kilometern um den Greifensee sogar eine persönliche Bestzeit auf. Der Parcours gilt zwar als idyllisch und attraktiv, wegen der Naturwege hängt ihm aber nicht das Attribut «Autobahn» an. Auf einer Tempostrecke und mit der Unterstützung anderer Läufer hätte Kendagors Leistung wohl genügt, um die Weltklasse-Marke von einer Stunde zu unterbieten. (si)

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