Auch beim 23. Weissensteinlauf kamen die zahlreichen Zuschauer in den Genuss eines attraktiven Rennens. Beim Finallauf der achtteiligen Jura-Top-Tour konnte OK-Präsidentin Barbara Götz mehr als 500 Laufbegeisterte am Start begrüssen. Während das Duell zwischen den beiden Berglauf-Europa-Meisterschaftsteilnehmer Daniel Lustenberger aus Kriens und dem Langenthaler Fabian Kuert schon bald zugunsten des 21-jährigen Innerschweizers entschieden war, verlief das Frauenrennen spannend.

Strähl am Start irritiert

Die dreifache Berglauf-Europameisterin Martina Strähl konnte bei Hälfte den Verlauf des Rennens gegen die kenianische Weltklasse-Läuferin Hellen Musyoka, die den Goldsprint in Oberdorf gewonnen hatte, noch zu ihren Gunsten wenden. Strähl meinte nach ihrem siebten Streich auf dem Solothurner Hausberg: «Am Start war ich ein wenig erschrocken, als ich die dreifache Gewinnerin des Murtenlaufes und des Greifenseelaufes Hellen Musyoka neben mir sah. Ich glaube, so schnell wie heute bin ich hier noch nie gestartet.»

Die Afrikanerin sorgte von Anfang an für ein horrendes Tempo. Auf der zweiten Rennhälfte büsste die 1,47 m grosse Kenianerin 2:55 Minuten auf die 26-jährige Strähl ein. «Ich hatte mich erst am Tag zuvor für den Start entschieden. Das war erst mein zweiter Berglauf, nachdem ich vor zwei Wochen bei der Premiere bei Sierre– Zinal bis 6 km vor dem Ziel an der Spitze gelegen und schliesslich Vierte geworden war», meinte die Spitzenläuferin, die zurzeit in Reconvilier im Trainingslager weilt, zu ihrem Ehrenplatz.

Eggenschwiler auf Rang drei

Unter den Zuschauern war mit Kenny Kigon Wahli, der Enkel des Kenianischen 3000-m-Steeple Olympiasiegers von 1984, Julius Korir, auszumachen. Bei den Frauen belegte mit der Laupersdörferin Petra Eggenschwiler eine zweite Solothurnerin einen Podestplatz im Overallklassement. Der Sieger Daniel Lustenberger, der vor zwei Jahren in Olten Berglauf-Junioren-Schweizer-Meister geworden und in diesem Jahr Zweiter in der Elitekategorie geworden war, fand den Weissensteinlauf als guten Test für die Weltmeisterschaft in zwei Wochen in Polen.

Bester Solothurner wurde als Vierter Nils Makos aus Oberdorf, der lange Zeit vor dem am Ende drittklassierten Michael Morand gelegen war. Der in Bolligen wohnhafte Biberister Kaspar Sollberger wurde Fünfter. Ein starkes Rennen zeigte einmal mehr auch der Mümliswiler Marius Füeg als Achter. Der für die LG Matzendorf laufende Oensinger André Nussbaumer wurde Zwölfter und der Chef des Zuchwiler Sportzentrums, Urs Jäggi, 13. im Overallklassement.