Beim 9. International Glacier 3000 Run in Gstaad feierte die zweifache Langdistanz-Berglauf-Weltmeisterin Martina Strähl ihren 100. Tagessieg in einem Laufwettbewerb. Den ersten Triuph hatte die aus Oekingen stammende und jetzt im Nachbardorf Horriwil wohnhafte Ausnahmeläuferin Ende Juni 2005 beim Derendinger Abendlauf gefeiert. Damals noch als Juniorin liess sie alle Eliteläuferinnen hinter sich.

Auf der schwierigen Strecke in Gstaad über 26,2 Kilometer und 2015 Steigungsmeter verbesserte die zehnfache Schweizer Meisterin ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr mit 2:32,04,9 um 1:28 Minuten. Schneller im Ziel war auf dem Glacier 3000 nur ein Mann: der Kenianische Sieger Eric Riungu. Vorjahressieger Philipp Feuz aus Ringgenberg büsste als Gesamtdritter genau eine Minute auf Martina Strähl ein, die an der Halbmarathon-EM in Amsterdam als beste Schweizerin vor Maja Neuenschwander den 15. Platz belegt hatte.

"Das Rennen war sehr hart, weil der eh schon anspruchsvolle Lauf am Schluss noch über Schneefelder führte", sagte Strähl nach ihrem Sieg in Gstaad. "Vor allem die letzten knapp sechs Kilometer von der Oldenegg ins Ziel waren mit über 1000 Metern Höhenunterschied happig. Jetzt will ich mich für die Schweizer Meisterschaft im Berglauf vom nächsten Sonntag in Olten gut erholen.”

Beim traditionsreichen Belchen-Berglauf in Olten visiert Martina Strähl ihren elften Schweizer Meistertitel in der Leichtathletik an. Es wäre der achte Titelgewinn in der Disziplin Berglauf. Ein gutes Omen könnte für die 29-jährige Heilpädagogin aus dem solothurnischen Wasseramt  die Startnummer elf sein, die sie beim Glacier 3000 trug. Das ist die heilige Solothurner Zahl. Im September wird Martina Strähl auf die Berglauf-WM auf der Normaldistanz in Bulgarien verzichten. "Ich möchte dafür zum ersten Mal den Jungfrau Marathon gewinnen, der am gleichen Tag angesetzt ist", lieferte sie den Grund.