EHC Olten

Marco Truttmann nach seinem Comeback-Spiel: «Ich habe mich wohlgefühlt»

Marco Truttmann fokussiert vor dem Puckeinwurf.

Marco Truttmann fokussiert vor dem Puckeinwurf.

EHCO-Stürmer Marco Truttmann hat nach dreimonatiger Verletzungszeit rechtzeitig zum Playoff-Final sein Comeback gegeben. Das Fazit trotz der 0:5-Schlappe: zufriedenstellend.

Spielt er? Oder spielt er nicht? Es war eine der drängendsten Fragen, welche die EHCO-Anhänger in den vergangenen Wochen beschäftigte – und in den letzten Tagen noch an Bedeutung gewann: Marco Truttmann hat bislang eine turbulente Woche erlebt.

Am Montag trug er im Mannschaftstraining das rote «Kein-Kontakt»-Dress, am Dienstag trainierte er regulär, worauf er am Mittwoch das Eistraining wiederum im roten Trikot absolvierte.

Marco Truttmann

Marco Truttmann

Ein unerwarteter Rückfall? So oder so: Klar ist inmitten der hiesigen Playoffzeit, in welcher man dem Gegner nicht allzu viele Details preisgeben will, vielmehr: Am Donnerstagabend kam Truttmann anstelle des kranken Martin Ulmer in der ersten Sturmlinie zum Einsatz und gab sein Comeback – ein solides noch dazu:

Nach einem guten Startdrittel tauchte er im Mitteldrittel jedoch etwas unter, bäumte sich aber im Schlussabschnitt nochmals auf und vermochte dabei gute Akzente zu setzen. Drei Minuten vor Schluss kam er sogar aus aussichtsreichster Position zu einer der besten EHCO-Chancen, suchte aber den einen Pass zu viel, statt selber in den Abschluss zu gehen.

Sein Fazit? «Ich habe mich wohlgefühlt. Aber die Teamkollegen haben es mir auch einfach gemacht», gab Truttmann schweissgebadet nach dem Spiel Einsicht in seine Gedanken und bedankte sich damit vor allem bei seinen Sturmkameraden Brian Ihnacak und Jay McClement.

Marco Truttmann

Marco Truttmann

Natürlich würde es immer noch besser gehen, «aber auf diesem Abend lässt sich aufbauen. Ich nehme das Positive mit», so Truttmann weiter, um danach etwas selbstkritischer zu werden: «Ich zögere noch ein wenig und muss noch etwas mehr die Beine bewegen. Und beim Schiessen sollte ich noch ein wenig mehr Kraft in die Bewegung legen», so Truttmann, und fügt kämpferisch hinzu: «Aber ich bin überzeugt, dass das schon im nächsten Spiel besser ist.»

Auch Trainer Chris Bartolone war mit seinem Comeback-Spieler nicht unzufrieden: «Wir haben Ulmer verloren, was uns wehtut. Aber ‹Trutti› hat einen sehr guten Job gemacht. Er war hart, wenn er hart sein musste, und arbeitete auch vorbildlich nach hinten in der eigenen Zone. Ich bin stolz auf ihn, er hat es gut gemacht», so der EHCO-Trainer unmittelbar nach dem ersten Finalspiel.

Ob Truttmann aber am Samstag (17.00 Uhr, Kleinholz) auch wieder in der Aufstellung figuriert, entscheidet sich kurzfristig.

Marco Truttmann im vergangenen Herbst vor seiner Verletzungszeit.

Marco Truttmann im vergangenen Herbst vor seiner Verletzungszeit.

Marco Truttmann hat gewiss schwierige Tage hinter sich. Am 29. Dezember folgt die Hiobsbotschaft: Der 33-Jährige fällt wegen einer Oberkörperverletzung mindestens acht Wochen aus. Daraus wurden schliesslich auf den Tag genau drei Monate.

«Ich hatte mir selber das Ziel gesetzt, spätestens im Final wieder spielen zu wollen. Dass es nun tatsächlich eingetroffen ist, ist umso schöner», sagt Truttmann.

Nur wenige Tage nach seiner Operation hatte er noch im Spital die langwierige, harte Rehabilitationszeit aufgenommen. In dieser musste er – wie es sich zu einem motivierten Profisportler gehört – auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen. So etwa auch, als er im Übereifer des Aufbaus die operierte Stelle früh, wohl zu früh, wieder belastet hatte.

Doch nun fühlt er sich fit für die Finalkampagne und meint enthusiastisch: «Wir hatten Phasen, in denen wir etwas kopflos auf dem Eis standen. Spielen wir disziplinierter, stehen kompakter und agieren präsenter, haben wir sie im Griff», glaubt Truttmann. Es ist angerichtet für eine erfolgreiche Antwort zur 0:5-Schlappe.

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