Eishockey NLB
Marc Grieder verspielte eine 3:0-Führung in den Playoffs: «Plötzlich ging alles in die Hosen»

EHCO-Verteidiger Marc Grieder hat die Erfahrung von über 500 Nationallliga-Spielen. Zu seiner aufregendsten Phase seiner Karriere gehört nicht zuletzt die Zeit beim HC Lausanne. Dort verspielte er im Jahr 2008 eine 3:0-Führung in der Playoff-Serie.

Silvan Hartmann
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EHCO-Verteidiger Marc Grieder hat viele Erfahrungen in den Playoffs gesammelt.

EHCO-Verteidiger Marc Grieder hat viele Erfahrungen in den Playoffs gesammelt.

Hansruedi Aeschbacher

EHCO-Verteidiger Marc Grieder kann mit über 500 Nationalliga-Partien im Gepäck auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Und er ist einer der wenigen Spieler, die eine Wende nach einem 3:0-Stand in den Nationalliga-B-Playoffs miterlebt haben. Das gelang schliesslich seit der Einführung der Best-of-7-Serie in der Saison 02/03 bislang nur einem NLB-Team: La Chaux-de-Fonds schaffte dieses Kunststück im Jahr 2008 im Halbfinal gegen Lausanne.

Marc Grieder, der im Kader des späteren Verlierers Lausanne stand, mag sich noch gut daran erinnern: «Es waren mehr oder weniger alles enge Spiele, die auf beide Seiten hätten kippen können. Als wir Spiel 4 verloren hatten, fing die Verunsicherung an», erzählt er.

Dieses wurde knapp 2:3 verloren, nachdem man zuvor 6:5 nach Verlängerung, 7:3 sowie 6:2 gewonnen hatte und alles dafür sprach, die Serie 4:0 zu beenden. «Alles, was in den ersten drei Spielen noch funktionierte, ging plötzlich in die Hosen», erinnert er sich. Auch wenn es eine Phrase sei: «Das vierte Spiel zu gewinnen, ist immer am schwierigsten.»

La Chaux-de-Fonds glich mit 3:1- und 8:1-Siegen die Serie aus: «Plötzlich hielt die Nervosität Einzug, sodass wir die grossen Verlierer waren, noch bevor die Serie überhaupt entschieden war.» Schliesslich verlor Lausanne mit Grieder auch das siebte Spiel. Grieder, der zurzeit mit einer Verletzung kämpft, glaubt daran, dass der EHCO die Serie wenden kann. Und warnt zugleich seine ehemaligen Teamkollegen: Rapperswil-Jona dürfe sich nicht in Sicherheit wähnen. «Ich habe es erlebt: Das Momentum kann schneller wechseln, als man denkt.»

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