Mountainbike

Manuel Fasnacht plant eine Rückkehr mit Köpfchen und weniger Training

Manuel Fasnacht hat seit derletzten Saison einiges gelernt.

Manuel Fasnacht hat seit derletzten Saison einiges gelernt.

Während der letzten Saison führte ein «Übertraining» beim Mountainbiker Manuel Fasnacht zu einem enormen Leistungseinbruch. Dies will der Gretzenbacher nicht nochmals erleben und hat sich fest vorgenommen, mehr auf seinen Körper zu hören.

Das 2013 war ein Jahr, wie es sich Manuel Fasnacht so gar nicht vorgestellt hatte. Nachdem er in seinem ersten Jahr bei den Junioren über Erwarten gut abgeschnitten und auch an der WM mit Rang 10 brilliert hatte, konnte er die Saisonziele entsprechend hoch formulieren. Doch es kam anders. Anstatt den nächsten Schritt nach vorne vollziehen zu können, machte der damals 18-Jährige einen in die andere Richtung.

Nach einer längeren Pause konnte er zwar gegen Saisonende wieder ein wenig zulegen, die Lücke zu den Allerschnellsten konnte er jedoch nicht mehr schliessen. «Übertraining» lautete das Fazit für den unerwarteten Leistungsabbau vor Saisonmitte – eine bittere Erfahrung, aus welcher Fasnacht die Lehren gezogen hat. «Weniger ist mehr», gilt seitdem für den Gretzenbacher, und zwar konsequent. «Wenn ich mich nicht hundert Prozent wohlfühle, trainiere ich nicht oder passe den Trainingsplan an. Jedes Detail wird berücksichtigt, dabei habe ich gelernt, dass manchmal kein Training auch ein Training sein kann.»

Die Bestätigung folgte am alljährlichen Leistungstest vom November in Magglingen: «Es hat sich bestätigt, dass ich mit halb so viel Aufwand wie letztes Jahr genau gleich viel erreichen kann, alleine mit dem Willen und dem Talent.» Dank der positiven Resultate weiss Fasnacht, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Beste Bedingungen in Südafrika

Hineingeschlittert in den Teufelskreis war er offenbar im Januar im Trainingslager in Südafrika. «Vermutlich habe ich dort zu viel und zu hart trainiert. In vielen Trainings herrschte ein Konkurrenzkampf zwischen den Fahrern, und auch nebst dem Training gönnte ich mir nichts.»

In diesem Jahr ist das anders. Seit dem 3. Januar weilt der Niederämter, zum dritten Mal bereits, in Stellenbosch und bereitet sich in den umliegenden Bike-Parks auf die kommende Saison vor. Bei besten äusseren Bedingungen von bis gegen 30 Grad sowie einem modernen Kraftraum findet er optimale Bedingungen vor, zweieinhalb Wochen konzentriert zu arbeiten.

Er ist zwar der einzige Athlet des Teams Fischer, doch mit dem Profi Ralph Näf oder mit Robin Gemperle, Mike Hermann und Fabian Strittmatter hat er eine Reihe von starken Trainingspartnern zur Seite. Wie gut seine Form tatsächlich bereits (wieder) ist, wird sich Ende März in Buchs zeigen. Dann nämlich wird Fasnacht am BMC Racing Cup in die Saison steigen.

Laufpremiere ist gelungen

Dass er grundsätzlich auf gutem Weg ist, bestätigte sein Abstecher in den Laufsport Ende Dezember. «Es reizte mich schon länger, einen Lauf zu absolvieren», sagt der ehemalige Schweizer Meister bei den U17 zu seinem Laufdebüt am Stauseelauf in Gippingen. Ohne grosse Vorbereitungen, viel mehr direkt aus dem Training heraus, stellte er sich der versammelten Laufelite und verblüffte auch sich selber. «Die Zeit von 25:59 überraschte mich dann doch ein wenig, damit hätte ich nicht gerechnet.» Ein erster Schritt ist also sozusagen gemacht – die nächsten sollen folgen.

Meistgesehen

Artboard 1