Bereits der erste Einsatz im Startdrittel deutete an, in welche Richtung die Auftakt-Partie vom Sanstag laufen würde. Die erste Malanser Formation um die Natispieler Braillard, Buchli, Laely und Berry machte sofort ein aggressives Pressing und versuchte Druck auf das Heimteam auszuüben. Es gab also kein Abwarten, sondern es entwickelte sich von Beginn weg ein intensives, schnelles Spiel. Es war aber dann aber der SVWE, der selbst ein Pressing aufzog und dadurch früh zum Führungstreffer durch Väänänen kam. Der Routinier war rechtzeitig zum Playoff-Beginn wieder fit und deutete zusammen mit Matthias Hofbauer an, wie wichtig Erfahrung in der «crunch time» ist.

Zusammen steuerten sie fünf der acht Tore zum 8:6-Erfolg bei. Insgesamt war es ein Spiel das die Zuschauer begeisterte, die Trainer aber wohl weniger. Zuviel individuelle Geschenke machten beide Team, welche zu Toren führten. Beide Goalies waren nicht zu beneiden. Insgesamt verdiente sich der SVWE diesen ersten Sieg, weil er doch weitgehend das aktivere Team war, sich auch von einem zweimaligen Rückstand nicht beirren liess und über drei Linien gesehen ausgeglichener wirkte. Diesbezüglich wiegt der Ausfall von Riku Kekkonen (Zerrung) für die Fortsetzung der Serie möglicherweise schwer, ist das Kader des Meisters in diesem Jahr doch weniger breit als in den Jahren zuvor.

Der Ausfall Kekkonens hatte ein ziemliches "Erdbeben" für Spiel 2 zur Folge. Die zweite und dritte Linie wurden umgekrempelt. Trotz alledem startete der Meister recht stilsicher ins Spiel und ging früh 2:0 in Führung, dank Toren von Debütant Mutter und dem finnischen Topskorer Manninen mit seinem ersten Playoff-Tor, ausgehend von einem Konter in Unterzahl. Punkto Shorthander war dies der Ausgleich, hatte der SVWE doch am Samstag auch schon einen kassiert. Doch ein weiterer sollte in Maienfeld die Spielwende einleiten.

Kurz vor dem Ende des Mitteldrittels, der Meister hatte nach dem Ausgleich der Malanser noch vor Abschluss des Startdrittels durch den zweiten Treffer Manninens wieder vorgelegt und schickte sich nun an im Powerplay den erneuten 2-Tore-Vorsprung zu erzielen. Doch das Überzahlspiel des Meisters scheint aktuell eine Problemzone zu sein, nicht gerade ideal während den Playoffs. Statt einem möglichen 4:2 stand es am Ende 3:3. So musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen und hier erwiesen sich die Gastgeber effizienter, wobei sich der SVWE bei den Gegentoren (eine Freistossvariante, ein naives Forechecking) nicht gerade geschickt  anstellte.

UHC Alligator Malans - SV Wiler-Ersigen 5:4 (2:2, 1:1, 2:1)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 661 Zuschauer. SR Müller/Zgraggen.

Tore: 5. Mutter (Bischofberger) 0:1. 16. Manninen (Väänänen) 0:2. 17. Laely 1:2. 19. Buchli (Braillard) 2:2. 24. Manninen (M. Hofbauer) 2:3. 37. Hulmi (Buchli) 3:3. 45. Laely (Braillard) 4:3. 53. Väänänen (M. Hofbauer) 4:4. 57. Hulmi (Tromm) 5:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.
Bemerkungen: Wiler mit Wolf im Tor, ohne Kekkonen (verletzt).