Fussball 2. Liga

«Macht Spass, so Trainer zu sein». Der FC Lommiswil ist Herbstmeister.

Nach dem siebten Sieg in Serie, dem insgesamt neunten der Saison, ist der FC Lommiswil Herbstmeister der 2. Liga. Als erster Verfolger überwintert der FC Wangen bei Olten. Iliria kassierte am 11. Spieltag eine 0:5-Heimklatsche gegen den FC Olten.

Man spürte, dass Mümliswil keine Angst vor den Leader hatte und sich vor der Winterpause mit einem Sieg ein kleines Punktepolster für den Abstiegskampf zulegen wollte. Die Guldentaler rissen das Spiel an sich, doch die flinken und wendigen Lommiswiler zogen ein freches Forechecking auf und eroberten viele Bälle bereits nahe der Mittellinie. Nach einer Serie von knapp gewonnenen Zweikämpfen konnte in der siebten Minute Captain Cyrill Sonderegger den öffnenden Steilpass auf Philipp Dornbierer spielen, der alleine auf das Mümliswiler Tor zog und souverän einschoss.

Die Platzherren versuchten, weiter Druck zu machen, und legten in der 16. Minute eine schöne Kombination auf den Rasen. Als Dominik Ackermann die riesen Chancen vergeben hatte, wirkte der Offside-Entscheid des Schiedsrichters ein wenig schmerzlindernd – es hätte ja sowieso nicht gezählt. Auf der anderen Seite legte sich Cedrik Hunziker den Ball nach einem Foul in Strafraumnähe zurecht und verwandelte den Freistoss in der 32. Minute direkt zum 0:2. «Bei beiden Gegentoren waren wir zu wenig wach, Lommiswil eroberte den zweiten Ball und nützte das eiskalt aus», analysierte Mümliswils Trainer Remo Bürgi die entscheidende Phase.

Noch bevor der Platzspeaker die Matchuhr für Halbzeit zwei zum Laufen gebracht hatte, zeigte Mümliswil eine weitere schöne Kombination. Diesmal traf Arnold nur die Latte und irgendwie kam das Gefühl auf, dass das nicht der Tag der Guldentaler wird. Und so ging es weiter. Nach einem Corner traf Mümliswil nur den Pfosten. In der 80. Minute wurde dieser Eindruck definitiv bestätigt, als ein Diagonalpass durch den Lommiswiler Strafraum bis zu Andreas Ackermann gelangte, der frei stehend verschoss.

Trotzdem war der Sieg des Leaders nicht gestohlen, denn mit gefährlichen Kontern vergab Lommiswil mehrmals den dritten Treffer, der alles klar gemacht hätte. In der vergangenen Saison noch selber auf dem Rasen aktiv, analysierte der erst 25-jährige Trainer Lukas Ebel den Erfolg seiner Mannschaft so: «Wir hatten unter Fabian Käch sehr viel gelernt und ich wusste, dass die Entwicklung noch weiter gehen kann. Je länger wir zusammen spielen, desto besser verstehen alle, wie wir als Mannschaft weiterkommen können. Jeder ist ein anderer Typ und zusammen funktioniert es, das macht einfach Spass, so Trainer zu sein.»

In den Schlussminuten rannte Mümliswil an, so gut es geht, aber die Müdigkeit war deutlich zu erkennen. «Die können noch eine dritte Halbzeit spielen und bringen den Ball nicht ins Tor», meinte ein einheimischer Zuschauer. Dem stimmte Trainer Bürgi nach dem Schlusspfiff zu: «Ja, Lommiswil war effizienter als wir, aber so ist das eben. Wenn’s läuft, dann läuft’s, aber bei uns läuft es gerade nicht wie gewünscht. Jetzt werden wir die Winterpause nützen, um die Verletzungen auszukurieren und fitter zurückzukommen.» Dann hatte Remo Bürgi noch eine Frage an den Solothurner Fussballverband SOFV: «Wer kommt eigentlich auf die grossartige Idee, eine Runde im Solothurner Cup auf Donnerstag und die letzte Zweitligarunde zwei Tage später auf Samstag anzusetzen?»

Olten schlägt Iliria

Der FC Wangen bei Olten überwintert in der 2. Liga dank eines 2:1-Siegs beim FC Biberist hinter Lommiswil auf Platz zwei. Der FC Olten gewann gegen den FC Iliria gleich mit 5:0 und verdrängte diesen von Platz drei. Hazir Zenuni erzielte dabei zwischen der 44. und der 68. Minute vier Treffer. Der FC Iliria hat indes noch ein Spiel in der Hinterhand. Mit einem Sieg gegen Oensingen könnte das Team von Trainer Vilson Dedaj noch auf das Podest klettern.

Härkingen schob sich mit einem Sieg im Direktduell am FC Klus/Balsthal vorbei auf den fünften Platz. Joel Rietschin (12.) und Silvan Oeggerli (45.+1) legten für Härkingen zweimal vor, Sascha Berger glich für Klus/Balsthal in der 30. und der 70. Minute wieder aus. In der 77. Minute entschied Oeggerli die Partie mit seinem zweiten Treffer zum 3:2. 

Der SC Fulenbach unterlag zum Abschluss der Vorrunde dem FC Bellach und bleibt auf einem Abstiegsplatz. Nach Kevin Marthalers frühem 0:1 in der 4. Minute kamen die Fulenbacher in der 10. Minute durch einen Penalty zum Ausgleich. Simon Affentranger verwandelte. Elia Baur gut zwanzig Minuten vor und Alban Xhema nach der Pause stellten für Bellach auf 3:1. Mehr als der Anschluss der Nico Gradwohl in der Nachspielzeit gelang dem SCF nicht mehr. 

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