Es war etwas los, im Sportzentrum. Dabei sah es zunächst so aus, als ob Zuchwil einem ruhigen 1.-Liga-Sieg entgegen steuern könnte. Mit der ersten guten Chance gingen die Solothurner in der 4. Minute durch Pistolato in Führung und behaupteten diese, obwohl Goalie Kevin Geissbühler bei drei Schüssen der Seeländer viel Mühe bekundete. Zuchwil war zwar mehr am Puck und Beck hätte beinahe mit einem Solo kurz vor dem Drittelende das zweite Tor erzielt.

Wiederum Pistolat erhöhte dann im Mitteldrittel auf 2:0. Nach einem Schuss von der blauen Linie von Beer konnte zwar Pfeiffer verkürzen, doch kaum war das Spiel wieder aufgenommen, stellte Beccarelli den alten Vorsprung her, und nach einer schönen Kombination erhöhte Marco Kummer auf 4:1. Der Match schien definitiv gelaufen, denn Lyss zeigte bis dahin wenig.

Zuchwil wurde nachlässig

Frustriert überliess darauf Goalie Patric Schmidlin seinen Platz an Mischa Häusermann. Die Wende war eingeleitet. Zuchwil wurde nachlässig und Lyss verkürzte auf 4:2. Dann schenkte Goalie Geissbühler dem Gegner sogar mit einem kapitalen Lapsus das dritte Tor. Die Seeländer zauberten plötzlich eine sehenswerte Kombination aufs Eis und es hiess 4:4.

Nun war es auch bei Zuchwil an der Zeit, den heute schwachen Goalie zu wechseln. Beat Ackermann betrat das Eis. Nochmals legte Zuchwil vor und Lyss glich wieder aus. In der 48. Minute war es dann aber soweit: Die Seeländer gingen erstmals in Führung. Es war ein präziser Hammer von Jöhl ins hohe Eck – und es stand 5:6.

Strafen zum Schluss

Im Powerplay glich zwar Zuchwil nochmals aus, aber Lyss hatte Blut gerochen und erzielte in der 57. Minute den Siegtreffer. Dann gab es noch eine richtig schöne Keilerei zwischen Leisi und Kläy. Aber die Härte wurde bei einigen gefährlichen Bandenchecks gegen Schluss etwas übertrieben, und Pistolato nahm den Zuchwilern mit seiner Strafe die letzte Chance auf einen neuerlichen Ausgleich. (HPS)