Pétanque
Luterbach verpasst den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse nur knapp

Der Pétanque-Klub Luterbach verliert beide Aufstiegsspiele und muss damit auch die nächste Saison in der 1. Liga planen. Trotzdem setzt sich der Verein hohe Ziele: Bald sollen die Wasserämter in der NLA heimisch sein.

Chantal Fimian
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Der PC Luterbach (Peter Emmenegger, Reto Berner, Yvonne Schüpbach, Kurt Schüpbach, Jonas Willemin, Pascal Schüpbach, Roger Vouta; von oben links im Uhrzeigersinn) will später im Europacup spielen. zvg

Der PC Luterbach (Peter Emmenegger, Reto Berner, Yvonne Schüpbach, Kurt Schüpbach, Jonas Willemin, Pascal Schüpbach, Roger Vouta; von oben links im Uhrzeigersinn) will später im Europacup spielen. zvg

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Es hatte nicht sein sollen. Die Spielerinnen und Spieler vom PC Luterbach hätten ihre erfolgreiche Saison mit dem erstmaligen Aufstieg in die Nationalliga B krönen können – mit Betonung auf «hätte». Aufgrund von zwei Niederlagen in den Aufstiegsspielen gegen die Teams von Les Chablaisiennes und Le Camp, wurde der Aufstieg nicht realisiert. «Es ist schade und ich bin auch ein wenig enttäuscht, aber wir haben nicht schlecht gespielt», bilanziert die Team-Verantwortliche Yvonne Schüpbach. Die erbrachte Leistung ist deshalb beachtlich, da mit Lukas Baur und Sintia Rütsche zwei wichtige Stammkräfte fehlten und mit Yvonne Schüpbach nur eine Frau anwesend war. So musste sie das Tête à Tête, die Doublette und das Triplette spielen. «Die Teams müssen gemischt sein und eine Frau muss ein Tête à Tête spielen – alleine war das schon anstrengend», erklärt die gelernte Kinderkrankenschwester.

Eigenes Boulodrome errichten

Trotz des Nicht-Aufstiegs ist Schüpbach mit der Saison zufrieden: «Wir sind locker durch die 1. Liga marschiert, haben alle Begegnungen gewonnen und wurden Klubmeister im SAP-Verband (Deutschschweizer Pétanque Verband). Schlussendlich verfügten wir über das mit Abstand jüngste Team. Deshalb brauchen wir wohl noch dieses eine Jahr.»

Ein allfälliger Aufstieg wäre gemäss dem Vereinsvorstand zwar willkommen, aber auch mit hohen Kosten verbunden gewesen. «Die NLB-Meisterschaft wird im Winter ausgetragen und wir haben keine Halle. Deshalb hätten wir uns irgendwo einmieten müssen», so die 46-Jährige. Die Pläne, ein eigenes Boulodrome in Luterbach zu errichten, sind zwar schon vorhanden, können aber bis nächsten Herbst nicht realisiert werden. «Ich hoffe, dass sich der Schweizer-Verband stabilisiert und wir durch ihn an Sponsoren gelangen, welche bereit wären, die Kosten von etwa 500’000 Franken mitzutragen.»

Grosse Talente

Würde dieser Bau Tatsache werden, könnten endlich die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden, um bald auf nationaler Ebene erfolgreich zu sein. Mit den Junioren-Weltmeistern Lukas Baur (17) und Pascal Schüpbach (15) und den EM-Dritten Melanie Schüpbach (17) und Elena Baumgartner (17) verfügt der PCL über vielversprechende Talente. «Wir wollten in unserer Premierensaison das Ganze mit den Jungen aufziehen. Mit dem Schweizer Junioren-Kader-Trainer Reto Berner haben wir zudem einen erfahrenen Mann für uns gewonnen. Die Jungen müssen nun aber zusehen, dass sie die richtige Einstellung nicht verlieren», warnt die Mitarbeiterin der Kinderspitex Nordwestschweiz.

NLA und Europacup

Langfristig setzt sich der Verein hohe Ziele: «Wir wollen uns in die Nationalliga A hocharbeiten und im Europacup spielen. Darauf arbeiten wir hin. Klar wären wir bereits dieses Jahr gerne aufgestiegen, doch es hat alles seinen Zweck.»