2. Liga regional

Luterbach überzeugt als Mannschaft

Bellach zeigte eklatante Abstimmungsmängel und verlor gegen Luterbach mit 1:3. Bei Luterbach kämpfte jeder für jeden, und so konnten individuelle Schwächen ausgebügelt werden.

Auf der Bellacher Brunnmatt lachte die Sonne nur für Luterbach, das verdient 3:1 gewann. Während die Platzherren viele Missverständnisse an den Tag legten und sich oft nicht einig waren, überzeugten die Gäste mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Bellacher blieben zu oft einfach stehen, wenn ein Mitspieler einen Fehler beging. Auf der anderen Seite kämpfte bei Luterbach jeder für jeden, und so konnten individuelle Schwächen ausgebügelt werden.

Bereits in der 3. Minute profitierte Anton Thaqi von einem ersten Fehlpass der Bellacher, aber dieser Schuss ging noch knapp daneben. Diese eklatanten Abstimmungsprobleme wiederholten sich. So schob Verteidiger Thomas Kurth den Ball am herausstürzenden Goalie Frédéric Auf der Maur vorbei und schaute verdutzt zu, wie sich Remo Feuz auf den Weg Richtung Tor machte. Der konnte zwar noch vom zurückeilenden Goalie gefoult werden, aber Polat war aufmerksam gefolgt und vollstreckte zum 0:1.

Geschenke für Luterbach

Und so ging es weiter mit den Geschenken: Nach einem dritten Blackout der Bellacher entwischte wieder Thaqi. Diesmal vollendete er seinen schönen Sololauf in der 28.Minute mit dem 0:2.

Erst in der 35. Minute tauchten die Bellacher zum ersten Mal gefährlich vor Pascal Schwaller auf, aber der Luterbacher Goalie wehrte gegen Mendoza bravourös ab. Dann hätte es aber locker 0:4 heissen können, denn Arjan Hoxha hätte den Sack zumachen müssen: Unmittelbar vor dem Pausenpfiff schoss er aber so knapp daneben wie in der 70. Minute.

Das wäre beinahe noch bestraft worden. Luterbachs starker Goalie Schwaller hielt zwar viel, aber nicht alles. Die Bellacher, die in der zweiten Halbzeit deutlich druckvoller und engagierter auftraten, kamen im Anschluss an einen Freistoss in der 71. durch Roman Rüegsegger zum verdienten Anschlusstreffer. Bellach warf alles in den Angriff. Andererseits nutzten die Luterbacher den Raum zu gefährlichen Kontern. Den ersten Matchball vergab Thaqi noch. In der 85. Minute war es dann aber so weit. Doppeltorschütze Anton Thaqi lupfte den Ball wunderbar über Torwart Auf der Maur zum 1:3 ins Tor.

Freude und Resignation

Die Konsternation bei den Bellachern war gewaltig. Minutenlang sassen sie noch schweigend an der Seitenlinie. Auch Loreto Candido wollte den Match nicht gross kommentieren.
«Zu diesem Spiel will ich nichts sagen. Jeder hat selber gesehen, was heute nicht stimmte», meinte der Bellacher Trainer. Ganz anders war die Stimmung auf der anderen Seite. Vor zehn Tagen erst wurde ein Schnitt gemacht, Luterbach trennte sich von einigen undisziplinierten Akteuren und ersetzte diese durch Spieler aus der 2.Mannschaft. «Ich gratuliere euch, ihr habt gezeigt, was im Fussball möglich ist, wenn man zusammenhält», sagte Trainer Slobodan «Bobo» Banjalic zu seinem Team. Luterbachs Präsident Lorenz Schwaller stimmte dem zu: «Ich bin erleichtert, denn dieses Spiel hat gezeigt, dass wir mit dem Schnitt, den wir vollzogen haben, auf dem richtigen Weg sind.»

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