Radsport
Lukas Jaun mit grossen Plänen für sein Comeback

Der Lengnauer Radamateur Lukas Jaun meldet sich nach einer Verletzungspause rechtzeitig auf den Saisonbeginn zurück. Er will in diesem Jahr an grossen Rennen Grosses leisten.

Annemarie Keusch
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Lukas Jaun aus Lengnau startet optimistisch in die Saison.

Lukas Jaun aus Lengnau startet optimistisch in die Saison.

Es lockt die Teilnahme am traditionsreichen Eintagesrennen Paris-Roubaix oder die Qualifikation für die Strassen-WM in Florenz. Am Sonntag startet die Schweizer Radsportszene mit dem Strassenrennen in Lugano in die neue Saison. Dort zwar nicht dabei, aber trotzdem perfekt auf die kommenden Rennen vorbereitet ist Lukas Jaun. «In Lugano dürfen nur Profiteams teilnehmen und meine Mannschaft Maca Loca hat diesen Status noch nicht erreicht», erklärt er seine Absenz. Jaun startet am 17. März in Italien in die Saison. Nachdem der 21-Jährige die letzte Saison wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme frühzeitig abbrechen musste, will er dieses Jahr wieder angreifen. «Ich habe mich im Juni einer Operation unterzogen und kann seither problemlos trainieren», ist er zuversichtlich. Momentan absolviert Jaun die Spitzensport-RS in Magglingen und kann somit täglich trainieren. Zudem bereitete er sich eine Woche intensiv mit dem Team in Teneriffa vor.

Auf konkrete Ziele fokussieren

Erstmals in seiner Karriere legt Jaun den Trainingsplan auf konkrete Rennen aus. «Früher trainierte ich einfach und schaute, wie es im Wettkampf lief, heuer will ich an drei Rennen meine absolute Topleistung abrufen können», zeigt er sich zielstrebig. Als erster Saisonhöhepunkt folgt Ende Mai der Klassiker Paris-Roubaix. «Wenn es mir gut läuft, bin ich mit dem Team dabei, ansonsten starte ich mit der U23-Nationalmannschaft», weiss Jaun.

Ein nächstes grosses Ziel folgt Ende Juni mit der Schweizer Meisterschaft, wo der junge Solothurner einen Rang unter den Top fünf erreichen will, egal ob im Zeitfahren oder im Strassenrennen. Als absolutes Highlight steht jedoch die Weltmeisterschaft in Norditalien zu Buche. «Alleine die Teilnahme wäre super, aber wenn ich schon starten kann, will ich mich auch profilieren und einen Platz unter den besten 20 herausfahren», ist Jaun optimistisch. Im Bewusstsein, dass er sich gut innerhalb des Feldes bewegen kann und seine Chancen auch bei Massensprints sieht, dürften diese Ziele im Bereich des Möglichen liegen.

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