Radsport
Lukas Flückiger siegt beim eigenen Rennen

Beim 2. Flückiger Cross in Madiswil steht der «Chef» auch zuoberst auf dem Podest. Lukas Flückiger profitiert von einem Missgeschick seiner beiden Kontrahenten der Spitzengruppe einen Kilometer vor dem Ziel.

Manfred Dysli
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Impressionen vom Radquer in Madiswil
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Matthias Flückiger musste wegen eines Speichenbruchs im Unterarm Forfait geben.
OK-Präsident Andreas Moser während des Rennens.
Julien Absalon hat unterwegs noch Zeit dem Publikum zu winken.
Sieger Lukas Flückiger jubelt auf der Zielgarden.
Julien Absalon im steilen Aufstieg.
Das Spitzentrio mit Simon Zahner Lukas Flückiger und Marcel Wildhaber.
Lukas Flückiger im Aufstieg zu Fuss unterwegs.
OK-Präsident Andreas Moser hielt sich gut.
Lukas Flückiger in Abwarteposition.
Lukas Flückiger auf der Verfolgung von Simon Zahner.
OK-Präsident Andreas Moser zirkelt sich durch die Abfahrt.
Doppel-Olympiasieger Julien Absalon war einer der Publikumsmagnete.

Impressionen vom Radquer in Madiswil

Marcel Bieri

Der 29 jährige BMC-Profi Lukas Flückiger gewann in Madiswil sein Heimrennen vor 3500 Zuschauern knapp vor Vorjahressieger Marcel Wildhaber und Simon Zahner. Das Trio hatte sich in der dritten von zehn Runden endgültig von seiner Konkurrenz abgesetzt, als die letzten Begleiter, Arnaud Grand und der Deutsche Sascha Weber, das Tempo nicht mehr mitgehen konnten.

Die definitive Entscheidung bahnte sich rund 1000 Meter vor dem Ziel auf der Holzbrücke an, als Wildhaber ausrutschte und sein Rad an der Abschrankung hängen blieb. Auch Zahner wurde bei diesem Manöver behindert, während Lukas Flückiger als lachender Dritter ausweichen und dadurch die Spitzenposition übernehmen konnte.

Weil Flückiger auf der Zielgeraden früh jubelte, kamen seine beiden Konkurrenten Marcel Wildhaber und Simon Zahner vom Hägendorfer EKZ Racing Team noch einmal bis auf sechs Zehntelssekunden an den Namensgeber der Veranstaltung heran. «Unglaublich, die ganze Woche habe ich von diesem Sieg geträumt. Am Morgen war ich noch nervös und hatte Kopfweh. Ich hatte das ganze Jahr hindurch immer wieder Pech gehabt. Und heute für einmal das Glück auf meiner Seite», sagte Lukas Flückiger in seinem Wohnort.

Absalon mit 90 Sekunden Rückstand

Bruder Mathias konnte wegen eines Speichenbruchs am rechten Unterarm nicht starten, den er sich vier Tage vor dem Rennen im Training auf der Strecke zugezogen hatte. Mountainbiker Ralph Näf wurde wie im Vorjahr Fünfter, direkt hinter dem Romand Arnaud Grand. Der französische MTB-Doppelolympiasieger Julien Absalon beendete das Rennen als Sechster mit 1:30 Minuten Rückstand auf seinen BMC-Teamkollegen Lukas Flückiger.

«Das war heute ein hartes Rennen für mich, obschon ich in dieser Saison schon einige Radquers gefahren bin», sagte der Mountainbike-Weltstar aus den Vogesen im Ziel. OK-Präsident Andreas Moser erreichte als Neunter sein Ziel einer Top-Ten-Platzierung, Jonas Baumann aus Laupersdorf wurde 14., der Niedergösger Severin Sägesser 23.

Im Frauenrennen sorgte die erst 16-jährige Zürcherin Sina Frei für eine Sensation. Die KV-Stiftin im ersten Lehrjahr gewann acht Tage nach ihrem ersten Quer-Erfolg in Rennaz auch in Madiswil, und zwar mit 42 Sekunden Vorsprung vor der vierfachen Radquer-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel. Die 23 Jahre jüngere Frei, hatte sich schon in der ersten von fünf Runden von Kupfernagel abgesetzt. «Ich hatte gestern zu Hause eine Wette verloren, deshalb meldete ich mich heute Morgen hier kurz vor dem Start noch an», sagte die deutsche Radlegende.

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