2. Liga

Lommiswil-Trainer Patrick Schwaller: «Wir können uns noch gewaltig steigern»

Philipp Neff schickt Klus/Balsthal-Goalie Ivo Teutschmann in die falsche Ecke.

Philipp Neff schickt Klus/Balsthal-Goalie Ivo Teutschmann in die falsche Ecke.

Nach dem 2:1-Sieg des FC Lommiswil gegen den FC Klus/Balsthal waren beide Trainer nicht wirklich glücklich mit dem Gezeigten.

Sowohl der FC Lommiswil als auch der Aufsteiger Klus/Balsthal hätten gerne mit einem Sieg den Platz in der Spitzengruppe der Solothurner 2. Liga bestätigt. Trotzdem herrschte zunächst nur Vorsicht auf dem Platz und es dauerte lange, bis sich überhaupt jemand auf dem recht holprigen Terrain etwas traute. Nach einer Viertelstunde machte Klus/Balsthal etwas Druck, doch das schien Lommiswil zu gefallen.

Captain Cyrill Sonderegger nutzte den nun entstehenden Raum zu kraftvollen Tempovorstössen über die rechte Angriffsseite. Richtig gefährlich wurde es in der ersten Hälfte trotzdem nicht. Klus/Balsthal profitierte von einigen recht knappen Offsideentscheidungen und hielt den Ball in der ersten Halbzeit meistens ausserhalb des Strafraums.

Die erste klare Torchance konnte in der 52. Minute notiert werden. Björn Zumofen setzte sich gegen die halbe Thaler Abwehr durch, doch Andrin Zumstein verschoss die für ihn aufgelegte Möglichkeit. Wenig später ging auch ein Kopfball desselben Lommiswiler Stürmers nur knapp daneben. Doch dann war es soweit: Balsthals Verteidiger Remil Eminovic überrannte im Strafraum ungeschickt Jonas Ebel und der gute Schiedsrichter Lars Friedl entschied sofort auf Penalty. Philipp Neff schickte Balsthals Goalie Ivo Teutschmann in die falsche Ecke und erzielte souverän das verdiente 1:0. Wenig später eine weite Freistossflanke von rechts und der aufgerückte Verteidiger Lars Herzog traf zum 2:0.

Der FC Lommiswil musste unnötig lange zittern

Der FC Klus/Balsthal versuchte zu reagieren, aber es fehlten ein halbes Dutzend möglicher Stammspieler, weil die zusammen in den Ferien verweilen. Kein Wunder also, dass der eine oder andere in der Startelf entweder technische oder konditionelle Mängel zeigte. Die Einwechselspieler hoben dann aber das Niveau wieder sichtlich an. Und als der bedrängte Lommiswiler Penaltyschütze Neff an der eigenen Grundlinie den Ball nicht ins Aus spielen wollte, profitierte Blerim Hasani. Er gewann den Zweikampf und spielte einen Rückpass auf Denis Kostadinovic, der souverän auf 1:2 verkürzte.

Die Lommiswiler wurden in den Schlussminuten nervös. Die Angst vor einem weiteren individuellen Fehler spielte plötzlich mit. Es wurde jetzt mehr herumgeschrien auf dem Sportplatz Weiher als Fussball gespielt. Trotzdem boten sich Lommiswil Kontermöglichkeiten. Goalie Dario Bannwart lancierte Philipp Dornbierer, der im Eins-gegen-eins an Goalie Ivo Teutschmann scheiterte. «Wir hätten mindestens drei vier Tore schiessen müssen, dann wären wir nicht mehr so ins Zittern gekommen», fasste der Lommiswiler Trainer Patrick Schwaller nach dem Spiel seine Sicht der Dinge zusammen. «Wir können uns noch gewaltig steigern. Wir wollen das Spiel gestalten, und nicht nur reagieren. Da ist ganz viel Luft nach oben.»

Xhevxhet Dullaj nur mit den Junioren zufrieden

«Wir fanden nicht ins Spiel, weil wir den Ball trieben, statt ihn zirkulieren zu lassen», analysierte FC-Klus/Balsthal-Trainer Xhevxhet Dullaj den schlechten Tag seines Teams. «Deshalb verloren wir mehrfach den Ball in der Vorwärtsbewegung, was dem Gegner schnelle Gegenstösse ermöglichte. Meine Anweisungen wurden nicht befolgt und statt den Ball zu fordern, haben wir uns hinter dem Gegner versteckt.» Zufrieden war Dullaj nur mit den Leistungen der eingesetzten Junioren.

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