Am vergangenen Sonntag massen sich die Schweizer U18-Topteams am erstmaligen U18-Juniorinnen-Turnier im Sportzentrum Zuchwil mit Spielen über jeweils 45 Minuten. «Bei der Planung zu dieser Premiere erhofften wir auf die Teilnahme von vier Schweizer Topmannschaften. Nun konnten wir hier insgesamt sechs Teams begrüssen und den Zuschauern aus der Region Spitzenfussball anbieten», sagt Bodo Fischer vom Solothurner Fussballverband.

Obwohl der amtierende Schweizer Meister Young Boys fehlte, präsentierte sich das Teilnehmerfeld in Zuchwil mit Vizemeister GC, FC Zürich, FC Basel, Team Aargau, Team Vaud und dem Gastgeber Team Solothurner Fussballverband unter den Augen von U17-Nationaltrainerin Brigitte Steiner hochkarätig.

Torlos gegen den FCZ

Im ersten Gruppenspiel gegen den FC Basel erzeugte die Solothurner Auswahl von Beginn weg viel Druck auf das Basler Gehäuse und spielte defensiv kompakt auf. Dank Treffern von Fabienne Adam und der Schweizer U16-Nationalspielerin Jolanda Stampfli siegten die Einheimischen verdient mit 2:0.

Im zweiten Spiel gegen den FC Zürich wartete ein sehr starker Gegner auf die Solothurnerinnen. Doch dank einer taktischen Reifeleistung vermochten die Gastgeberinnen zu gefallen und wurden mit einem torlosen Unentschieden belohnt, welches zum Finaleinzug reichte.

Starke Torhüter im Endspiel

Im Finalspiel trafen die Solothurnerinnen auf den Grasshopper Club. Von Beginn weg agierten die gut organisierten und spielstarken Zürcherinnen tonangebend, doch war die erst 14-jährige Keeperin Joelle Schläfli für die Solothurnerinnen ein sicherer Rückhalt und hielt ihr Gehäuse rein.

Im anschliessenden Penaltyschiessen trafen Nadine und Saskia Scheidegger sowie Janina Kaiser, im Gegenzug parierte Schläfli einen Elfmeter.

«Ein echter Gradmesser»

Während seine Spielerinnen den Turniersieg ausgiebig feierten, zeigte sich auch Trainer Kahraman zufrieden: «Dieses Turnier war ein echter Gradmesser für unser Team, wobei wir im Finalspiel doch müde waren. Nun starten wir am kommenden Sonntag auswärts gegen Staad in die Meisterschaft. Nachdem wir in der vergangenen Spielzeit den Einzug in die Finalrunde nur knapp verpassten, wollen wir jetzt nun in dieser Gruppe mit elf Mannschaften einen Platz unter den ersten Sechs anstreben, damit wir uns ab dem kommenden Frühling für die Finalrunde qualifizieren», sagt der Verantwortliche Frauenfussball beim Solothurner Fussballverband.