Für EHCO-Kanadier Colton Fretter waren die letzten Tage aufregend. Fretter durfte mit den Kloten Flyers zweimal in der NLA antreten. «Das war eine gute Erfahrung», sagt der Stürmer. «Die NLA ist in jedem Bereich stärker als die NLB, die Verteidiger sind grösser und schneller.» Zurück beim EHC Olten liegt Fretters Fokus bereits ganz auf den Playoffs, die in einer Woche beginnen. «Jeder im Team ist bereit dafür, wir freuen uns alle sehr auf nächsten Freitag», blickt der 30-Jährige auf die entscheidende Saisonphase voraus.

Vor den Playoffs stehen für den EHCO mit der heutigen Partie gegen Sierre und dem Auswärtsspiel am Sonntag in Basel noch zwei Ernstkämpfe auf dem Programm. Mit Blick auf die Tabelle haben diese Spiele nur marginale Bedeutung. Zwei Punkte braucht der EHCO aus diesen beiden Spielen, um sich Rang 3 definitiv zu sichern. Motivationsprobleme wegen der geringen Bedeutung der beiden Spiele am Wochenende kennt Fretter indes nicht. «So kurz vor den Playoffs ist jeder Spieler motiviert, an den kleinen und wichtigen Dingen zu arbeiten, die noch nicht perfekt laufen», weiss der Kanadier.

Für Fretter geht es zusätzlich darum, die fehlende Spielpraxis nach seiner Verletzung bis zum Playoff-Start zu kompensieren. Optimal sei sein Handgelenk noch nicht verheilt, erzählt Fretter, «beim Spielen spüre ich allerdings keine Beeinträchtigung mehr.»

Seit Fretters Rückkehr von seiner Verletzung hat der EHCO ein Luxusproblem. Mit Derek Cormier, Marty Sertich und Fretter kämpfen drei Spieler aus Nordamerika um einen Platz in der EHCO-Startformation. Fretter geht mit dem Konkurrenzkampf pragmatisch um. «Es ist die Entscheidung des Trainers, welche Spieler auflaufen dürfen. Sollte ich einmal zuschauen müssen, werde ich versuchen, mich im nächsten Trainer wieder zu empfehlen.» Und während den Spielen fände sich auch neben dem Eis eine Aufgabe, um der Mannschaft so gut wie möglich zu helfen. «Schliesslich gewinnen und verlieren wir als Team», erklärt Fretter seine Philosophie.

Gegen Sierre wird von Fretters Mannschaft ein klarer Sieg erwartet. Schliesslich warten die finanziell klammen Walliser seit Mitte Dezember auf einen Punktgewinn. Trotzdem sollten die Dreitannenstädter nicht zu sorglos in die Partie steigen. Bei seinem letzten Auswärtsauftritt unterlag Sierre in Ajoie knapp mit 4:5 und brachte den NLB-Leader an den Rand einer Niederlage.