Bei den Männern ist der SV Wiler-Ersigen mit elf Meistertiteln das Mass der Dinge im Schweizer Unihockey. In den Reihen des Rekordmeisters finden sich aktuell mehr als zehn Akteure mit Wohnsitz im Kanton Solothurn, die im April beim Superfinal das Dutzend vollmachen könnten.

Bei den Frauen ist die 26-jährige Lena Cina aus Messen, deren Eltern im südlichsten Zipfel des Bucheggbergs eine Arztpraxis führen, die beste Spielerin aus dem Kanton Solothurn. Bereits zweimal gewann die 33-fache Nationalspielerin WM-Bronze: 2015 in Finnland und im vergangenen Dezember in der Slowakei. Die Schweiz musste jeweils den Schwedinnen und Finninnen den Vortritt lassen, behielt aber gegen Tschechien um den dritten Platz zweimal das bessere Ende.

Die Verteidigerin mit der Rückennummer 4 verbuchte bisher vier Tore und drei Assists für die Nationalmannschaft. In der NLA läuft Lena Cina für die Bern Burgdorf Wizards. Seit dem Abschluss ihres Marketing-Studiums arbeitet sie bei der Postfinance in der Hauptstadt. Sportbegeistert sei sie schon immer gewesen, sagt sie: «Zuerst war ich bei der Jugi Messen und nahm als Schülerin zum Beispiel auch mehrmals am Messener Geländelauf teil.»

Zum Unihockey sei sie wegen ihres Bruders Manuel gekommen, welcher als Junior bis zur U21-Stufe bei Wiler-Ersigen spielte. Und Lukas Meister, der heute im NLA-Kader des SV Wiler-Ersigen figuriert und 22 Spiele für die Nationalmannschaft bestritten hat. «Wir drei spielten früher oft zusammen Unihockey auf dem Schulhausplatz», erinnert sich Lena Cina zurück.

Drittbeste Skorerin ihres Teams

In der NLA der Frauen sind zwei Drittel der Qualifikationsspiele absolviert. Die Bern Burgdorf Wizards liegen aktuell auf dem vierten Tabellenrang. Punktgleich mit Skorpion Emmental Zollbrück (3.) und mit einem Zähler Rückstand auf Dietlikon (2.). Unangefochten an der Tabellenspitze liegt momentan Piranha Chur. Am letzten Sonntag unterlagen die Zauberinnen im Verfolgerduell gegen Dietlikon knapp mit 4:5. Die 26-Jährige rettete ihr Team mit dem Ausgleich 36 Sekunden vor Schluss immerhin in die Verlängerung.

Insgesamt erzielte Lena Cina in der laufenden Meisterschaft zehn Tore und bereitete deren fünf vor. Damit ist sie die drittbeste Punktesammlerin in den Reihen der Bernerinnen. «Ich spiele im Klub meistens als Flügelstürmerin», erklärt sie ihre sehenswerte Ausbeute. An diesem Wochenende empfängt Bern Burgdorf den tabellenvorletzten Waldkirch-St. Gallen. Für Cinas Team geht es im Quali-Schlussspurt darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen. Im besten Fall beenden die Bernerinnen die erste Phase der Meisterschaft auf Platz zwei.

«Unser Ziel ist es, in den Playoffs die Halbfinals zu überstehen», sagt Cina. «Denn wir möchten im April erstmals in der Vereinsgeschichte am Superfinal in Kloten teilnehmen.» Die Wizards tragen ihre Heimspiele jeweils in der Sporthalle Schützenmatt in Burgdorf aus. Dort fühlt sich Lena Cina zu Hause: «Ich spiele seit der sechsten Klasse als Juniorin in Burgdorf», erzählt sie. «2013 kam dann die Fusion mit den Bern Capitals, woraus die Wizards entstanden sind.»