Geländerlauf
Leistung und Lust waren am Attiswiler Geländelauf Trumpf

270 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich am traditionellen Attiswiler Geländelauf. Die schnellsten waren Fabian Kurz (LV Langenthal) und Petra Eggenschwiler (Laupersdorf).

Hans Peter Schläfli
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Fabian Kuert von der LV Langenthal war der Schnellste.

Fabian Kuert von der LV Langenthal war der Schnellste.

Hans Peter Schläfli

Zwischen dem Friedhof und der Attiswiler Kirche ging die Post ab. In allen Alterskategorien wurde gleich nach dem Startschuss zum 32. Geländelauf vehement um günstige Positionen gekämpft. In der Folge ging der Lauf über Felder, Stock und Stein zwischen Attiswil und Flumenthal. Der jüngste Teilnehmer war der Oberdorfer Tim Meyer. Noch keine drei Jahre alt rannte er die 400 Meter unter vier Minuten. Der älteste war der Seeländer Werner Sahli, der mit seinen 71 Jahren die 10,5 Kilometer mit dem Stutz hinauf nach Flumenthal und wieder der Siggern und der Aare entlang zum Ziel in Attiswil zurücklegte.

Zwei Typen von Läufern waren auszumachen: Die einen, die gleich mit einem Sprint begannen und offensichtlich auf Leistung und den Sieg in der Gesamtwertung oder ihrer jeweiligen Kategorie getrimmt waren. So zeigten zum Beispiel Silia Sclabas als Siegerin der Kategorie Mega, aber auch Ramon Hürlimann, Gewinner der Kategorie Rock, bereits eine ausgezeichnete, energiesparende Lauftechnik. «Es hat doch ein paar Nachwuchsläufer dabei, die in ihrer Altersstufe durchaus zur Schweizer Spitze gehören», hielt Szenenkenner Ueli Schneeberger, der seit der ersten Austragung des Attiswiler Geländelaufs mithilft, fest. «Aber für die meisten freilich ging es in erster Linie darum, den Plausch zu haben.

Die meisten der rund 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rannten denn auch weit hinter der Spitze und schwitzten und keuchten aus Spass an der Freude. Für die meisten war die Gesundheit und vielleicht noch die persönliche Bestzeit grösste Motivation, am traditionsreichen Geländelauf teilzunehmen. Die Verantwortlichen des organisierenden Schneesport-Clubs Wiedlisbach zeigten sich sehr zufrieden. Das Wetter war ideal, nachdem es noch am Freitagmorgen geregnet hatte.

Auf der Hauptstrecke über 10,5 Kilometer legte Fabian Kuert von der LV Langenthal in 34 Minuten und 43 Sekunden einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin. André Nussbaumer vom TV Welschenrohr musst sich um über drei Minuten geschlagen geben. Bei den Frauen sah es zunächst nach einem Sieg von Daniela Aeschbacher aus, die dann nach einem spannenden Finish noch auf dem dritten Platz landete. Petra Eggenschwiler aus Laupersdorf gewann schliesslich hauchdünn vor Petra Guggisberg.

Weder bei den Männern noch bei den Frauen wurde der Streckenrekord unterboten, womit je weitere zweihundert Franken in den Jackpot für den 33. Attiswiler Geländelauf gehen. Nächstes Jahr wird es also neben dem immer sehr schönen Gabentempel auch noch um 800 Franken bei den Männern und 600 Franken bei den Frauen gehen.

Der Attiswiler Geländelauf ist nach Wiedlisbach, Herzogenbuchsee, Niederbipp und Derendingen die fünfte vonacht Laufveranstaltungen im Rahmen der Ingold Rönners Team Trophy IRTT 2012. Weitere Läufe finden in Bätterkinden, Bleienbach und Burgdorf statt.

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