Klares Ziel

Laupersdorf will dieses Jahr nicht nur den Titelgewinn– die Thaler wollen auch im Europacup brillieren

Die Brüder Adrian und Michael Gerber (rechts) wollen auch dieses Jahr jubeln.

Die Brüder Adrian und Michael Gerber (rechts) wollen auch dieses Jahr jubeln.

Der HC Laupersdorf steigt am Samstag als Titelverteidiger in die neue NLA-Saison. Im vergangenen Juli sicherten sich die Thaler dank der beiden Finalsiege gegen Tuggen (3:2 und 6:2) den fünften Meistertitel in der Klubgeschichte.

Der sechste soll nun folgen. «Unser Ziel ist klar, wir wollen den Titel verteidigen», sagt Trainer Michael Gerber. Der HCL wird mit dem identischen Kader in die neue Meisterschaft steigen. Transfers seien nicht nötig gewesen, denn: «Wir sind ja mit diesem Team Meister geworden. Wenn wir Ergänzungen brauchen, schauen wir zuerst bei den Junioren im eigenen Verein. Externe Spieler holen wir nur im Notfall.»

Dafür hat sich die NLA ein wenig verändert. Nicht mehr in der höchsten Liga vertreten sind die Razorbacks Zug-Freiamt sowie der IHC Thurgau. Deren Plätze in der NLA haben die Z-Fighters Oberrüti-Sins und der IHC Grizzlys Hünenberg übernommen. «Die zwei Aufsteiger werden eher keine Konkurrenten um die vorderen Plätze sein», wägt Michael Gerber ab. Embrach sei dagegen wie immer ernstzunehmen, Linth ebenfalls stets ein Kandidat für die Halbfinals. Gespannt sei er auf den IHC Rüschlikon Chiefs, nach dessen Fusion mit Thurgau. «Von ihnen erwarte ich etwas, der Rest der Liga ist wie immer.»

Beinahe die Playoffs verpasst

Laupersdorf holte im Vorjahr zwar den Titel. Die Thaler hätten die Playoffs aber beinahe verpasst. Nur zwei Punkte betrug die Reserve auf den fünften Platz am Ende der Qualifikation. «Wir müssen uns in der ersten Phase der Saison deutlich steigern», fordert denn auch Trainer Gerber. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sein Team heuer bereits früher seine Form finden wird. «Unsere Eishockeyspieler wie zum Beispiel Diego Schwarzenbach sind topmotiviert, die Inlinehockeyspieler sowieso. Ich denke, wir haben auch dieses Jahr einen sehr guten Mix.»

Wie gewohnt starten die Laupersdörfer mit mehreren Auswärtsspielen in die Saison. Fünf, um genau zu sein, ehe sie Ende April ins Oltner Stadion Kleinholz einziehen können, das momentan ja noch vom EHCO besetzt ist. Ein erstes Highlight steht bereits Anfang April an.

Mit dem Europacup-Turnier in Frankreich. Da dieses heuer später ausgetragen wird als in den vergangenen Jahren, kann der HC Laupersdorf mit den besten Kräften antreten. Dies steigert auch die Erwartungen. Der HC Laupersdorf habe durchaus die nötige Qualität, um den Europacup zu gewinnen, sagt Michael Gerber. Er wolle sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: «Wir treffen schliesslich auf die Top-Mannschaften Europas. Wir sind noch ganz am Anfang der Saison und benötigen wohl noch etwas Spielpraxis, bis wir auf dem Top-Level sind.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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