Inline-Hockey
Laupersdorf startet mit hohen Ambitionen in die neue Saison

Heute beginnt für den HC Laupersdorf die Nationalliga-A-Meisterschaft. Die Ziele sind wie in den letzten Jahren hoch angesetzt. Um diese auch zu erreichen, haben die Solothurner eine Vorbereitung der etwas anderen Art gewählt.

Hans Peter Schläfli
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Für den HC Laupersdorf beginnt der Kampf um einen Playoff-Platz.

Für den HC Laupersdorf beginnt der Kampf um einen Playoff-Platz.

Hans Peter Schläfli

Unter dem Poster der Kickbox-Legende Andy Hug schwitzen und leiden die Inline-Hockeyaner von Laupersdorf im Raion Dojo in Wangen an der Aare, um für die heute beginnende neue Saison in der Nationalliga A bereit zu sein. Keine Angst, dass beim ersten Meisterschaftsspiel gegen die Rolling Stoned Tuggen einer die Sportart verwechseln und mit einem unerlaubten Körperangriff auf den Gegner losgehen wird?

«Das werden wir schon in den Griff bekommen», antwortet Spielertrainer Roger Ackermann, der auch gleich der Präsident des HC Laupersdorf ist, mit einem Schmunzeln, «es geht darum, den inneren Schweinehund zu überwinden, und dazu ist das Kampfsporttraining ideal.»

Keine Heimspiele zu Beginn

Nicht ganz ideal sind dagegen die Bedingungen im Sportzentrum Zuchwil. Weil die Eisbahn noch nicht abgetaut wurde, muss Laupersdorf die ersten Spiele alle auswärts austragen; so zum Beispiel auch gegen die Rolling Stoned heute Samstag (Start 14 Uhr) in Kaltbrunn. Die ersten Heimspiele in Zuchwil werden erst Ende April möglich sein. «Wir haben viel auf unserem Aussenplatz auf Asphalt trainiert. Das sind aber ganz andere Bedingungen als auf dem speziellen PVC-Belag in der Halle.

Der Puck gleitet auf Asphalt viel schlechter. Weil viele Mannschaften dasselbe Problem wie wir haben, wird sich die fehlende Spielpraxis trotzdem nicht so stark auswirken», relativiert Ackermann den Nachteil. «Wir konnten in Basel ein paar Mal auf einem Rollhockey-Feld spielen. Dort ist der Belag vergleichbar, aber dafür ist das Spielfeld viel kleiner.»

Jubiläumsfeier im Herbst

In diesem Frühling ist der HC Laupersdorf «erwachsen» geworden. Im Restaurant Sonne fand im März 1994 die Gründungsversammlung unter der Leitung von Matthias Goetschi statt. An demselben Ort stiessen die Vereinsmitglieder auf den 20. Geburtstag an. Die grosse Feier für die Öffentlichkeit findet aber erst Mitte Oktober statt.

Das Inlinehockey hat sich in diesen 20 Jahren vom Eishockey abgenabelt und Laupersdorf bildet seinen Nachwuchs mit drei Mannschaften von Grund auf selber aus. In dieser Saison wurden drei eigene Elitejunioren in die 1. Mannschaft eingebaut. Die Ansprüche an die Mannschaft sind wie in den letzten Jahren hoch. Auch in dieser Saison soll es ein Playoff-Platz unter den Besten vier werden. Und ist sogar ein Schweizer Meistertitel möglich? Roger Ackermann schliesst das nicht aus: «In den Playoffs beginnt alles von vorne, und weil die Spitze extrem nahe beisammen liegt, ist alles möglich.»