Dass es schwer werden würde, hatte TK-Chef Silvan Eggenschwiler bereits im Vorfeld angekündigt. Denn im ersten Saisonspiel fehlten dem HC Laupersdorf nicht weniger als fünf Stammspieler und mit Linth wartete jenes Team, welches für erfolgreiche Saisonstarts bekannt ist.

Die St. Galler sind bereits eingespielt, dies hatten sie im Winter mit dem Cupsieg bewiesen. Die Formkurve der Laupersdörfer verläuft erfahrungsgemäss genau umgekehrt, Niederlagen zum Saisonstart sind die Norm.

Heuer wollten sie es aber besser machen und gingen entsprechend konzentriert ans Werk. Nach elf Minuten musste sich Bruno Gautschi im HCL-Tor dann aber trotzdem erstmals geschlagen geben. Linth hatte die erste Überzahlsituation gleich ausnutzen können.

Nur zwei Minuten später schlug der Gastgeber bereits wieder zu und erhöhte auf 2:0. Laupersdorf konnte sich zwar ebenfalls einige Möglichkeiten erarbeiten, wirklich zwingend war aber keine davon. Linth hingegen konnte noch in der ersten Halbzeit bereits zum dritten Mal jubeln.

Aufholjagd blieb stecken

Dies war keine neue Situation für den HC Laupersdorf. Letzte Saison beim Auftaktspiel gegen Tuggen lag man ebenfalls mit 0:3 hinten. Diesen Rückstand konnte man damals (zumindest temporär) ebenso aufholen wie gegen den aktuellen Gegner kürzlich im Cup. Mit diesen positiven Erinnerungen munterte HCL-Captain Boris Schwarzenbach seine Mannen in der Pause auf.

Eine solche Aufholjagd gelang dieses Mal aber nicht, denn auch das nächste Erfolgserlebnis konnten die Gastgeber in Form des 4:0 für sich verzeichnen. Nur eine Minute später gelang Laupersdorf dann endlich der erste Treffer: Michael Gerber brachte mit dem 1:4 doch noch Hoffnung zurück.

Dank mehreren Strafen gegen Linth hatte der HCL in der Folge die Möglichkeit, endgültig zurück ins Spiel zu kommen. Im Powerplay machten sich die Absenzen allerdings am deutlichsten bemerkbar: Laupersdorf liess sämtliche Überzahlsituationen ungenutzt. Aber auch bei Gleichstand der Kräfte warfen die Thaler alles nach vorne, was mit dem letzten Treffer zum 5:1 in der Schlussminute bestraft wurde.

Trotz der klaren Niederlage zeigte sich Schwarzenbach nach dem Spiel nicht komplett unzufrieden: «Spielerisch sind wir zwar noch weit von der Topform entfernt. Konditionell sind wir aber absolut bereit». Trotz der klaren Niederlage macht der Captain nicht auf Panik: «Ein Startspiel hat noch nie eine Meisterschaft entschieden». Beeindruckt zeigte er sich vom souveränen NLA-Debüt von Dominik Brack. Der 17-jährige Verteidiger konnte sowohl spielerisch als auch physisch absolut mithalten.