Inlinehockey
Laupersdorf demontiert Meister Embrach mit 16:1

Der HC Laupersdorf gewinnt mit dem aussergewöhnlichen Resultat von 16:1. Gegner war niemand geringeres als die Keyplayers Embrach, aktueller Schweizer Meister. Die Zürcher gaben allerdings schon früh auf und liessen sich regelrecht abfertigen.

Stefan Flück
Drucken
Teilen
Der HCL mit Dino Schaad (17) entzaubert Meister Embrach. Aeschbacher

Der HCL mit Dino Schaad (17) entzaubert Meister Embrach. Aeschbacher

HR.Aeschbacher

«Ein Sieg, drei Punkte, das ist alles, was zählt.» Bruno Gautschi möchte nach der Partie keine Euphorie aufkommen lassen, kann sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Wenn im Spiel gegen den Meister einer herausstach, dann war es der Laupersdörfer Torhüter. In der Tat überzeugt bei den Thalern das Kollektiv. Die Goalies, und damit natürlich auch die Chancenauswertung, machte an diesem Nachmittag aber den Unterschied zwischen den beiden Teams, deren Kräfteverhältnisse sonst ausgeglichen sind.

Dem HCL gelang ein idealer Start, nach 27 Sekunden hatte Benjamin Reber bereits getroffen. Diego und dessen Bruder Boris Schwarzenbach, erhöhten in regelmässigen Abständen. Exakt 15 Minuten waren gespielt, als Spielertrainer Roger Ackermann, zum 5:0 traf. Embrach schien bereits aufgegeben zu haben, nun brachen alle Dämme und Laupersdorf erzielte Tore am Laufmeter. Wäre jedoch mal eine Scheibe im Laupersdörfer Tor gelandet, hätte das Spiel gut auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Dass dem nicht so war, sorgte Bruno Gautschi. Er hielt dicht und strahlte viel Sicherheit aus. Auffallend viele Schüsse fanden aber auch gar nicht den Weg zum Tor und konnten von den Laupersdörfer Spielern geblockt werden. Ganz anders auf der anderen Seite: Fast jeder Schuss war ein Treffer.

Nebst dem Stammtorhüter Thomas Hiltebrand fehlte den Zürchern auch Reto Suri, der zurzeit an der Eishockey-WM beschäftigt ist. Weitere nennenswerte Absenzen hatte Embrach allerdings nicht zu verzeichnen: Umso bedenklicher ist die Leistung des Schweizer Meisters zu werten. Trotz bester Unterhaltung ist das Schlussresultat von 16:1 nicht nur als positive Werbung für den Inlinehockeysport zu werten.

«Sie haben schon früh aufgegeben» bedauerte Bruno Gautschi schon beinahe die fehlende Gegenwehr. Dem verpassten Shutout nachtrauern mochte er nach dem Spiel nicht. Dem Beinahe-Assist allerdings schon ein wenig: in den Schlussminuten lancierte er Adrian Gerber mit einem präzisen Pass über das halbe Spielfeld. Gerber, wie Gautschi ein Herbetswiler, wurde jedoch regelwidrig am Abschluss gehindert und auch den fälligen Penalty verwertete er nicht. Tore hatte das gut gelaunte Publikum aber eigentlich bereits genug gesehen. Enttäuscht wurde einzig, wer sich auf einen emotionalen und spannenden Hockey-Match gefreut hatte.

Aktuelle Nachrichten