Laufsport
Weissensteinlauf: Fünfter Streich für Mathys, Premiere für Maurer

Beim 31. Weissensteinlauf von der Solothurner Kantonsschule zum Kurhaus auf den Weissenstein über 14,3 km Länge und 1047 m Höhendifferenz feierte der Biberister Christian Mathys seinen fünften Triumph. Bei den Frauen holte sich Melanie Maurer erstmals den Tagessieg.

Manfred Dysli
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Sieger Christian Mathys setzte sich früh von der Konkurrenz ab.

Sieger Christian Mathys setzte sich früh von der Konkurrenz ab.

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

Im letzten Jahr war der traditionsreiche Weissensteinlauf der einzige von zehn Wettbewerben in der Jura Top Tour, der trotz der Corona Pandemie ausgetragen wurde. In diesem Jahr konnte das OK mit der Präsidentin Maja Hügli insgesamt 426 von 459 angemeldeten Läuferinnen und Läufer sowie Walker am Start des fünften von sieben Events in der beliebten Jura Top Tour begrüssen.

«Unser Ziel von über 400 Teilnehmer haben wir trotz dem Regenwetter auf dem Solothurner Hausberg erreicht. Auch die neue Zielankunft auf dem Gäuferlätsch unterhalb des Kurhaus , wo wir die neue Kategorie den Panoramatrail und das Youngsters Race gestartet haben, hat sich bewährt», war von der OK-Chefin zu vernehmen, die am 13. August ihre Qualitäten als Läuferin mit dem Tagessieg bei den Frauen am Belchenberglauf auf der Bornroute bewiesen hatte.

Mit einem Blitzstart schockte der ursprünglich aus Büetigen im Berner Seeland kommende, schnellste Linien-Pilot der Swiss, Christian Mathys, seine Konkurrenten bereits beim Start bei der Kantonsschule. «Schon nach einem Kilometer konnte ich den letzten Begleiter, den Franzosen Clément Durance hinter mir lassen und so praktisch einen Start-Zielsieg feiern.» so der erste Kommentar des 34-Jährigen nach seinem fünften Triumph am Weissenstein.

Dank Kurzarbeit fast wie ein Profi trainiert

Der vierfache Berglauf Schweizer Meister und diesjähriger Skyrunning Marathon Vize-Weltmeister in den spanischen Pyrenäen, wohnt seit März dieses Jahres in Biberist, nachdem er vor Jahren schon einmal kurz in Zuchwil wohnhaft gewesen war. «Jetzt folgt in zwei Wochen noch der Jungfrau Marathon. Und dann ist die Kurzarbeit bei der Swiss wieder vorbei. In letzter Zeit konnte ich fast wie ein Profi trainieren.» sagte Christian Mathys weiter, der in Oberdorf in der nächsten Zeit ein Haus bauen will. «Dann sind meine Frau Jeannie, die heute bei den Frauen hier den neuen Panoramatrail gewonnen hat und ich am Weissensteinlauf Einheimische», so Mathys,

Zweiter mit 45,6 Sekunden Rückstand auf Mathys wurde nicht Clément Ducrance, sondern der Krauchtaler Cédric Lehmann,der nach der Passage der Verenaschlucht den Franzosen bereits ein-und überholt hatte.

Melanie Maurer, die Nachbarin von Marlene Reusser, auch am Berg top

Im Frauenrennen gewann die Hindelbankerin Melanie Maurer das Prestigeduell gegen die einheimische Duathlon- und Triathlonkollegin Petra Eggenschwiler vom STV Welschenrohr souverän. «Das war mein erster Berglauf in diesem Jahr. Ich wählte diesen sehr schönen Berglauf auf den Solothurner Hausberg aus, weil ich gehört habe, dass bei der Powerman Langdistanz-WM in zwei Wochen in Zofingen die Laufstrecke sehr coupiert sei. Ab dem vierten Kilometer lag ich heute schon allein in Front.» war die erste Analyse von Melanie Maurer, der diesjährigen Triathlon Sprint-Schweizer-Meisterin und fünften Frau an der Schweizer Rad-SM in Knutwil, wo ihre Nachbarin Marlene Reusser den Titel gewonnen hatte.

Auf den Rängen zwei und drei kamen mit Petra Eggenschwiler und Bettina Müller zwei Läuferinnen aus Oberdorf ins Ziel. «Mein zweiter Platz ist ok. denn ich war noch etwas müde von meinem Sieg am Inferno Triathlon auf das Schilthorn vor einer Woche. Und am Dienstag hatte ich wohl schon wieder zu hart trainiert», gab Petra Eggenschwiler im Zielauslauf bekannt.

Seriensiegerin Strähl nicht am Start

Die Olympia Marathon Teilnehmerin von Tokio, die Horriwilerin Martina Strähl, die im letzten Jahr am Weissensteinlauf ihren elften Triumph und den insgesamt 50. Sieg in der Jura Top Tour gefeiert hatte, war wie schon am Freitag in dieser Zeitung angekündigt bei ihrem Lieblingsrennen diesmal nicht am Start. Strähl wird am Sonntag,26. September beim Marathon in Berlin starten, wo sie sich laut ihrem Trainer Fritz Häni für die Leichtathletik EM vom 15.-21. August 2022 in München qualifizieren will. Gefordert ist für den EM Marathon in der Bayerischen Metropole eine Zeit von 2:32.00 Std.

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

Impressionen vom 31. Weissensteinlauf

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

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