Laufsport
Ein Hauch Normalität kehrt zurück – am Grenchenberglauf dürfen die Läufer erstmals wieder in Gruppen starten

Die bisherige Jura-Top-Tour hat im Zeichen des Coronavirus gestanden. Dieses Wochenende am Grenchenberglauf erinnert aber bereits vieles wieder an die früheren Läufe.

Nicolas Blust
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Zum Auftakt der Jura-Top-Tour am Tüfelsschlucht-Berglauf waren nur Einzelstarts möglich.

Zum Auftakt der Jura-Top-Tour am Tüfelsschlucht-Berglauf waren nur Einzelstarts möglich.

Bruno Kissling

Am Sonntag findet in Grenchen der Grenchenberglauf statt. Es ist nach dem Tüfelsschlucht-Berglauf und dem Passwang-Berglauf erst die dritte Veranstaltung dieses Jahr, die im Rahmen der Jura-Top-Tour durchgeführt werden kann. Zuvor mussten der Froburg-, der Wengi- und der Gempen-Berglauf aufgrund des Coronavirus abgesagt werden.

Starts in der Gruppe neu wieder möglich

Erstmals dieses Jahr dürfen in Grenchen wieder mehrere Läufer zusammen ins Rennen starten. Bei den bisherigen Läufen waren nur Einzelstarts möglich. Neu dürfen nun alle 15 Minuten wieder bis zu 50 Teilnehmer gleichzeitig starten. Damit kehrt ein Hauch Normalität zurück.

Eine Tendenz, die OK-Präsident Rolf Schoy überaus glücklich stimmt: «Bei jedem Lauf wurden die Vorgaben etwas mehr gelockert.» Seine Hoffnung ist, dass die übrigen vier Bergläufe im August und im September dann wieder komplett im gewohnten Rahmen stattfinden können. Denn beim Grenchenberglauf gilt weiterhin ein strenges Schutzkonzept. Es gibt noch keine Festwirtschaft im Zielgelände und die Preise werden nicht vor Ort übergeben, sondern per Post verschickt.

«Am Ziel gibt es für alle Teilnehmer eine Wasserflasche und beim Schulhaus gibt es einen Take-away-Corner, wo man sich nach der Anstrengung verpflegen kann», sagt Schoy. Damit soll gewährleistet werden, dass die Abstände gewahrt werden können und es keine engen Kontakte zwischen den Läuferinnen und Läufern gibt. Bei den bisherigen Läufen hat das vorbildlich funktioniert:

«Wir hatten bislang keine Ansteckungen zu beklagen.»

Trotz Lockerungen gilt es aber, weiter vorsichtig zu bleiben. Schliesslich wolle man die restlichen Rennen nicht gefährden.

Vertrauen der Läufer kehrt zurück

Trotz Schutzmassnahmen sind die Rückmeldungen der Teilnehmer durchweg positiv. «Klar herrscht noch ein bisschen Wehmut, dass die Geselligkeit fehlt. Die meisten Läufer freuen sich aber einfach, dass die Veranstaltungen überhaupt stattfinden können», sagt Rolf Schoy. Beim Passwang-Berglauf Ende Mai nahmen über 300 Sportler die Strecke in Angriff. Das waren deutlich mehr als noch bei den ersten Läufen.

«Das ist für uns ein Zeichen, dass das Vertrauen zurückkommt.»

Anfangs gab es einige Leute, die unsicher waren. Mittlerweile sei die Angst vor einer Ansteckung aber zurückgegangen. Dabei halfen sicher auch die guten Erfahrungen aus den ersten Läufen. Ohnehin ist das Risiko bei Bergläufen gering, da alles an der frischen Luft stattfindet.

Finisher-Night im Herbst soll im gewohnten Rahmen stattfinden

Nicht unter freiem Himmel soll dieses Jahr auch wieder die Finisher-Night über die Bühne gehen. Wie gewohnt soll diese in Balsthal in der Halle stattfinden. «Wir werden alles daransetzen, dass wir die Finisher-Night durchführen können», sagt Schoy. Er gehe davon aus, dass bei den nächsten Lockerungen des Bundes auch wieder Veranstaltungen in geschlossen Räumen zugelassen werden und ist daher optimistisch:

«Ich rechne damit, dass die Finisher-Night dieses Jahr stattfindet.»

Ebenfalls stattfinden soll die kantonale Berglauf-Meisterschaft, die im Frühjahr noch ins Wasser fiel. Man sei in Kontakt mit dem kantonalen Leichtathletik Verband, der momentan die Anfrage prüft. Diese sollen am Roggen-Berglauf Anfang September abgehalten werden. So oder so kehrt bei der Jura-Top-Tour langsam, aber sicher wieder Normalität ein. Und wenn alles gut läuft, kann sie sogar im gewohnten Rahmen abgeschlossen werden. Das Organisationskomitee um Rolf Schoy setzt auf jeden Fall alles daran.