Solothurner 2. Liga

«Lauf einfach nach vorne, Denis.» Acht Sekunden später folgte der Hattrick

Denis Kostadinovic in der Vorrunde 2019/20 im Spiel gegen den FC Lommiswil.

Denis Kostadinovic in der Vorrunde 2019/20 im Spiel gegen den FC Lommiswil.

Mit dem FC Iliria und dem FC Klus/Balsthal treffen am Mittwochabend in der 2. Liga zwei Sieger des ersten Spieltags aufeinander. Iliria startete mit einem 2:1-Auswärtserfolg in Lommiswil. Der FC Klus/Balsthal rang im Derby den FC Mümliswil mit 3:2 nieder - dank drei Toren von Denis Kostadinovic.

Er ist der herausragende Akteur des ersten Spieltags der neuen 2.-Liga-Saison: Der 24-jährige Angreifer Denis Kostadinovic, der seine Tore für den FC Klus/Balsthal schiesst. Und davon im Moment nicht wenige. Schon in der abgebrochenen Kampagne 2019/20 hatte er in neun Vorrundenspielen achtmal getroffen. Am Sonntag glückte ihm zum Start der neuen Saison im Heimspiel gegen den FC Mümliswil ein Hattrick. Es war sein zweiter in der 2. Liga. Am 31. August 2019 hatte er gegen Biberist ebenfalls dreimal getroffen.

Während er für den ersten Hattrick gut zwanzig Minuten benötigt hatte, erzielte Kostadinovic die drei Tore gegen Mümliswil innert einer knappen Viertelstunde. Beim ersten Treffer in der 32. Minute brauchte er noch nicht viel Können. Das Tor wurde ihm von Mitspieler Skender Zeqiri auf dem Silbertablett serviert. «Das Tor gehört zu neunzig Prozent ihm», bedankt sich Kostadinovic.

Kurz vor der Pause geriet er dann bei einem Eckball in ein Renkontre mit Mümliswils Nicola Ackermann, worauf der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. «Ich habe es so empfunden, dass ich runtergerissen wurde», sagt Kostadinovic. «Nicola und ich sind beide um die 90 Kilogramm und wenn der Schiedsrichter eine Sekunde früher schaut, pfeift er vielleicht Offensivfoul.»

Den umstrittenen Strafstoss verwandelte er gleich selbst. «Ich hatte in diesem Moment das Selbstvertrauen, den Ball zu setzen», sagt er. Das schönste Tor erzielte der FC Klus/Balsthal exakt acht Sekunden nach dem Seitenwechsel. «Am Anspielpunkt haben wir uns überlegt, dass die Mümliswiler geladen auf uns losstürmen werden», erzählt der 24-Jährige. «Marco (Scherrer, d. Red.) sagte darauf, lauf einfach nach vorne, Denis.» Das Anspiel kam zu Verteidiger Tiago Ferreira, der den Ball tatsächlich weit Richtung Kostadinovic spedierte. «Die pennen, dachte ich, als der Ball in der Luft war. Ich nahm ihn mit der Brust an und lupfte ihn mit der zweiten Berührung über den Goalie.» Gejubelt hat er in Dybala-Manier mit Hand als Maske im Gesicht. «Ich feiere meine Tore immer anders», sagt er.

Der FC Mümliswil kam dank eines Doppelschlags in der 79. und der 83. Minute nochmals heran, doch Klus/Balsthal behielt die drei Punkte im Startspiel. «Wir waren energischer in den Zweikämpfen und liessen sie wenig kreieren. Doch wenn das Spiel noch zehn Minuten länger gedauert hätte, wäre es wohl knapp geworden», lautet Kostadinovics Fazit.

Denis Kostadinovic (r.) gegen den FC Oensingen in der Vorrunde 2019/20, in welcher er acht Tore erzielte.

Denis Kostadinovic (r.) gegen den FC Oensingen in der Vorrunde 2019/20, in welcher er acht Tore erzielte.

Heute trifft er mit dem FCKB im Schlagerspiel der zweiten Runde auf Iliria. Der Wintermeister der abgebrochenen Meisterschaft startete mit einem 2:1-Erfolg in Lommiswil in die neue Saison. «Iliria ist ganz klar der Favorit», sagt der Mann des ersten Spieltags. «Nicht nur in diesem Spiel, sondern über die gesamte Saison gesehen. Ich erwarte, dass wir viel laufen und Räume zumachen müssen. Wir können aber befreiter auftreten. Sie haben den Druck.»

Klus/Balsthals Gegner im Startspiel, der FC Mümliswil, trifft in der zweiten Runde auswärts auf den FC Härkingen. Der hatte zum Auftakt am Sonntag beim FC Wangen bei Olten brilliert - ein 4:2-Sieg, zu dem Joël Rietschin zwei Tore beisteuerte. Die Wangner können sich am Mittwochabend, wiederum auf der heimischen Chrüzmatt, gegen den FC Bellach für die Startniederlage rehabilitieren. Die Bellacher ihrerseits unterlagen in der ersten Runde dem FC Biberist mit 0:1. 

Einziger Torschütze der Partie war Philipp Herrmann. Der trifft mit seinen Teamkollegen am zweiten Spieltag auf den FC Oensingen. Die Bechburg-Elf musste sich am Sonntag dem SC Fulenbach mit 1:2 beugen. Luca Spielmann brachte die Fulenbacher mit einem Doppelpack in der 10. und der 17. Minute auf die Siegerstrasse. Der zweite Gegner in der neuen Saison ist der FC Olten, der mit einer 1:2-Niederlage gegen Subingen in die 2. Liga zurückkehrte. Subingen empfängt den FC Lommiswil, der dem Favoriten FC Iliria lange die Stirn bot im Startspiel (1:2).

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