Die schlimmsten Befürchtungen beim FC Solothurn haben sich nach den gesundheits- und verletzungsbedingten Ausfällen von Trainer Jürg Widmer und Aussenläufer Emmanuel Mast vor und zu Beginn des Jurasüdfuss-Derbys in Biel glücklicherweise nicht bestätigt. Während Widmer bereits das Montags-Training leiten konnte, kann Mast spätestens anfangs nächster Woche wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen.

„So weit geht es mir gut. Es ist ein komisches Gefühl, wir haben es im Griff, es ist nichts Dramatisches“, erklärt der 61-Jährige. Unter Vollnarkose haben sie dem Aargauer am Sonntag einen Durchgang gelegt, damit der Harnabgang wieder funktioniert. „In 14 Tagen muss ich nochmals für die ambulante Entfernung des Nierensteins ins Spital“, so Widmer weiter.

Jürg Widmer wird im morgigen Heimspiel wieder an der Seitenlinie stehen.

Jürg Widmer wird im morgigen Heimspiel wieder an der Seitenlinie stehen.

Bei Emmanuel Mast dauert es länger. „Das ist das Risiko des Fussballs. Am wichtigsten ist, dass ich nichts Ernstes habe“, sagt der 21-Jährige. „Wegen des Schocks sammelte sich Blut unter dem Auge und drückte auf den Sehnerv. Es war nicht schmerzhaft, aber sehr speziell, mit diesem Auge nichts zu sehen; dieses Gefühl ist schrecklich“, sagt Mast. Ob er Ende dieser oder erst nächste Woche wieder trainieren kann, kommt darauf an, ab wann er nicht mehr verschwommen sieht.

Seit dem Biel-Spiel ist auch Alban Selmanaj angeschlagen. „Sein Fussgelenk ist stark geschwollen“, erläutert Sportchef Hans-Peter „Bidu“ Zaugg. „Weil Noel Anderegg und Leo Schrittwieser die restliche Vorrunde ausfallen und Captain Marc Du Buisson studienhalber fehlt, wird es langsam eng“, beurteilt der Sportchef die personelle Situation mit Stirnrunzeln.

Alban Selmanajs Knöchel ist seit dem Biel-Match arg geschwollen.

Alban Selmanajs Knöchel ist seit dem Biel-Match arg geschwollen.

Den Optimismus nicht verloren für das morgige Luzern-Heimspiel hat Trainer Widmer: „Wenn wir diszipliniert spielen, können wir gegen diese gut ausgebildeten Nachwuchsspieler bestehen, wobei wir nach ihrem schlechten Saisonstart nicht wissen, mit was für Spielern sie wegen der Nati-Pause in der Super League antreten“. Die Zentralschweizer holten bei der Saisoneröffnung und dem 3:1- Sieg bei GC II ihre einzigen drei Punkte und zieren mit Zug 94 das Tabellenende.